Moin
@Joshua Coan
Das ist radikal körperlich – und genau dadurch philosophisch
Weltaneignung als Einverleibung, bis am Ende nur noch „Einerlei“ bleibt.
Dieses
„Ich hab die ganze Welt zerkaut“ liest sich für mich wie eine Kritik am Alles-haben-Wollen:
Erleben wird Konsum, Sinn wird Speisebrei, und was dann „geboren“ wird, ist kein Erkenntniskind,
sondern ein deformiertes Produkt der Überfütterung.
Stark finde ich, dass du die Pointe nicht moralisch ausbuchstabierst, sondern im Bild lässt:
Magenkrämpfe, Dämpfe, „braunes Kind“ – als Konsequenz einer falschen Art, Welt zu nehmen.
Mich würde interessieren: Ist das bei dir eher Gesellschaftssatire (Konsum/Medien/Überreizung) –
oder ein persönlicher Befund über Ekel an der eigenen Gier?
Wer die Welt nur schluckt, verdaut am Ende sich selbst.
LG Driekes