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Feedback jeder Art Der Fi-Fa-Friedensmann

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  • Abenteuerpoet
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Was niemand sonst erreichen kann,
vollbringt er selbst erratisch.
Der Fi-Fa-Friedensmann
ist mächtig - prächtig - eloquent
und schrecklich charismatisch.

Und wenn am Schluss die Erde brennt ...
(im Krieg beginnt der Frieden)
versprach der Fi-Fa-Friedensmann,
(der schafft, was niemand anders kann)
ihn uns aus Stahl zu schmieden.

Als liebevoll sein Kampf begann,
da donnerten Trumpeten.
Der Fi-Fa-Friedensmann
tanzt ungezügelt, renitent –
erschüttert jedes Fundament.
(doch wirkt dabei schon fast dement) ?
Nun regnet es Raketen.



Bei der farbigen Zeile komme ich zu keinem Ergebnis ob sie zu viel wäre, oder fehlen würde.
 
Hallo Anaximandala,
besser kann man die Situation nicht beschreiben… ich würde die rote Zeile auch so lassen, ich finde sie ist fast die Kernaussage, denn nur wer schon fast oder ganz dement ist, kann so viel Unheil heraufbeschwören! Du hast die Geschehnisse grotesk und trotzdem sehr eindrücklich geschildert, super!

Liebe Grüße,Lizzy
 
@Anaximandala

Grüße.

Also, das Gedicht allgemein ist gelungen. Jeder weis, welcher Deutsche hier gemeint ist. Die starken Eigenschaften, die ihn zugeschrieben wurden, sind schon treffend. Trotz leicht ironischen Anstrich. Doch insgesammt, stimmen mich die vorangegangenen Handlungen in Iran, die vorher dort abgelaufen sind auch nachdenklich.
Aber wir sind ja nur Mäuse, die Ignoriert und nicht einmal bemidleidet werden. Egal, wo man aufwächst.

Ok, tschüss.
 
Zuletzt bearbeitet:

Joshua Coans Themen
Hi Delf,

ich finde deine Satire sehr gelungen mit allen bekannten Posen und Eigenschaften die wir von ihm gewohnt sind.
Deinen Satz in Rot würde ich auch lassen, nur braucht es das "fast" nicht. Ein "fast" oder "vielleicht" oder ähnliches schwächt das ganze beim lesen. Er ist es entweder oder eben nicht, (in deinem Text hier).
Da gefällt mir Claudis Vorschlag schon besser.

Als liebevoll sein Kampf begann,
da donnerten Trumpeten.
Gefällt mir, weil so bitter schwarzhumorig. Allein das Wort "liebevoll" zusammen mit einem verurteilten Sexualverbrecher, der wahrscheinlich Minderjährige missbraucht hat - satirisch perfekt!

Der Fi-Fa-Friedensmann
Klasse Einfall. Der Bezug zu den Riesen, für den er sich hält, leider auch ist...
Und natürlich das Wortspiel FIFA an sich.

Gern gelesen, dein herrliches Portrait eines Mannes, den das Potential in kapitalistisch westlicher Weltstruktur erschaffen hat.

LG JC
 
Moin @Anaximandala,

deine Satire trifft. Dieser „Fi-Fa-Friedensmann“ ist als Figur stark gebaut:
großsprecherisch, rhythmisch überhöht, fast wie eine Karikatur im Marschtakt –
und genau deshalb so wirksam. Die Reime wirken wie Trommelwirbel,
während der Inhalt längst brennt. Das hat Wucht.

Besonders gelungen finde ich die Verdrehung von Sprache:
„im Krieg beginnt der Frieden“ oder „liebevoll sein Kampf begann“ –
das sind diese bitteren Kippmomente, in denen man erst schmunzelt
und dann schluckt. Da liegt die eigentliche Schärfe deines Textes.

Zur roten Zeile: Ich verstehe den Impuls der anderen, sie zuzuspitzen.
Gleichzeitig hat dieses tastende In-Klammern-Gesetzte etwas Feines –
es wirkt wie ein kurzer Riss im Pathos, ein Moment, in dem die Maske verrutscht.
Gerade weil es nicht plakatiert, sondern wie nebenbei eingestreut ist.

Insgesamt: klare politische Satire, rhythmisch sauber, mit genug Groteske,
um weh zu tun – und genug Formbewusstsein, um nicht ins bloße Schimpfen abzurutschen.

Gern gelesen.

Manche nennen es Frieden,
wenn nur die Trümmer ordentlich liegen.

LG Driekes
 
Einen schönen guten Abend

und vielen Dank für eure Kommentare @Chilicat, @Lizzy, @Claudi, @etwas, @horstgrosse2, @Joshua Coan & @Driekes

Also ich denke mal die Tendenz die markierte Zeile drin zu lassen ist eindeutig.
Danke für euer aller Meinung 🙂

denn nur wer schon fast oder ganz dement ist, kann so viel Unheil heraufbeschwören!

aber wieso so vorsichtig? Mein Vorschlag:

(und ist dabei schon stockdement)

Na gut, meinetwegen "wirkt", aber sonst kein Gramm weniger!

Deinen Satz in Rot würde ich auch lassen, nur braucht es das "fast" nicht. Ein "fast" oder "vielleicht" oder ähnliches schwächt das ganze beim lesen. Er ist es entweder oder eben nicht, (in deinem Text hier).
Da gefällt mir Claudis Vorschlag schon besser.

Zur roten Zeile: Ich verstehe den Impuls der anderen, sie zuzuspitzen.
Gleichzeitig hat dieses tastende In-Klammern-Gesetzte etwas Feines –
es wirkt wie ein kurzer Riss im Pathos, ein Moment, in dem die Maske verrutscht.
Gerade weil es nicht plakatiert, sondern wie nebenbei eingestreut ist.

Einerseits kann ich euren Impuls, die Aussage zuzuspitzen gut verstehen. Vielleicht ist es gerade der Punkt, dass sie mit ihrer Vorsicht etwas herausfällt, an dem ich mich beim Lesen aufhänge.

Meine private Meinung geht auch ganz klar in diese Richtung. Vielleicht nicht stockdement, aber auf dem direkten Weg dahin.

Andererseits möchte ich aber auch eine Verantwortlichkeit haben und wenn ich dir Aussage zur Demenz absolut setze, dann geht diese verloren.

Ich könnte mir aber vorstellen, die Zeile umzuformulieren z.B. zu

und wirkt dabei schon fast dement.

dann stände die Aussage stimmig mit und nicht mehr im Gegensatz zu dem Rest.

Doch insgesammt, stimmen mich die vorangegangenen Handlungen in Iran, die vorher dort abgelaufen sind auch nachdenklich.

Auf jeden Fall ... ich glaube es ist ein gutes Zeichen, wenn einen das aktuelle Weltgeschehen nachdenklich stimmt.

Klasse Einfall. Der Bezug zu den Riesen, für den er sich hält, leider auch ist...
Und natürlich das Wortspiel FIFA an sich.

Gern gelesen, dein herrliches Portrait eines Mannes, den das Potential in kapitalistisch westlicher Weltstruktur erschaffen hat.

Danke, ich trage die Idee jetzt schon ein paar Tage mit mir herum ... tragischerweise schon seit vor dem Angriff auf den Iran.
In meiner Vorstellung ist der Text zwar weniger düster und mehr von Kinderliedcharakter gewesen.

Aber genau so wie er ist, so schön schwarzhumorig, bin ich sehr glücklich mir ihm 😁

Manche nennen es Frieden,
wenn nur die Trümmer ordentlich liegen.

Tragischerweise ja ... und wenn erst alle tot sind, ist keiner mehr da, der noch kämpfen könnte ...


Viele Grüße
Delf
 
Hallo Anaximandala

"Friedensmann" gehört zu den politischen, aktuellen Gedichten, die mir bis heute am meisten gefallen haben.

Hast du dir vielleicht schon überlegt, dies in den öffentlichen Medien zu verwenden? Könnte es auch Nichtgedichtleser erreichen?

LG etwas
 
  • Abenteuerpoet
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