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Feedback jeder Art In einem Maimorgen

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  • Driekes
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(Frühlingslied – aus der Reihe Atem der Landschaft I)


Es ist diese Stunde,
in der die Nacht
noch als Kühle
unter den Hecken liegt,
während der Himmel
sein erstes Blau entfaltet.

Die Wiesen stehen offen,
Gras trägt Tau
wie kleine, zitternde Zeichen,
und über den Zäunen
hebt sich der Duft von Flieder.

Ein Amselruf
schneidet die Stille nicht,
er löst sie nur,
behutsam,
als müsse der Tag
erst lernen zu sprechen.

Aus den Gärten
steigen helle Geräusche:
ein Tor im Wind,
Wasser in einer Kanne,
die ferne Stimme eines Kindes,
noch halb im Traum.

Die Kastanien halten
ihre Kerzen ins Licht,
nicht feierlich,
nur selbstverständlich,
als wüssten sie:
Blühen ist kein Versprechen,
nur ein Versuch.

Mein Atem geht leichter.
Was im Winter hart war,
weicht nicht plötzlich,
aber es gibt nach.

Unter der Erde
arbeitet ein stilles Grün,
drängt ohne Eile
in Zweige und Hände.

Bienen tasten
an den ersten offenen Blüten,
der Morgen riecht nach Regen,
nach Erde,
nach Wärme,
die sich noch nicht traut.

Ich bleibe stehen,
höre dem Wind zu,
wie er durch junge Blätter geht.

Kein Abschied heute.
Nur ein leises Beginnen,
das nicht fragt,
ob es bleiben darf.

Über den Wegen
liegt Licht,
noch weich,
noch ungeübt,
und alles,
was gestern schwer war,
steht einen Atem lang
nicht im Vordergrund.

Der Tag öffnet sich.
Nicht laut.
Nicht ganz.
Aber weit genug,
dass mein Herz
einen Schritt mitgeht.

Mai —
ein heller Rand
am Dunkel der Jahre.
 
Hallo @Driekes

Schöner kann ein Morgen im Mai nicht beginnen. Du hast es anschaulich dargestellt. Da geht die Sonne nicht nur in der Natur auf, sondern auch in unseren Herzen.
Im Mai ist alles noch recht zögerlich, das spricht aus deinen Zeilen und man merkt es draußen.

LG Herbert
 
Guten Morgen Driekes,

Deine Zeilen unterstreichen es, Anfang Mai steht für vorsichtige
Aufbruchstimmung und nährt die Sehnsucht nach Neubeginn.
Was in uns schlummerte, erwacht. Man spürt, da kommt etwas.
Es entwickelt sich, lauert, um sich zu entfalten. Das Warten hat
ein Ende und jeder kann es fühlen.

Es ist ein schleichender Übergang vom unbeständigen April hin
zum wohligen Mai. Ein Aufatmen der Natur, von den ersten
warmen Sonnenstrahlen wachgeküsst. Ein Übergang, der sich
allmählich vollzieht und immer wieder aufs Neue bezaubert.

Deine Zeilen beschreiben das vorsichtige Erwachen. Die Bilder,
des erst sprechen lernen müssens, der fernen Stimme eines Kindes
noch halb im Traum und der Wärme, die sich noch nicht traut, gefallen mir,
da sie das Wunder des Erwachens der Natur sehr schön widerspiegeln.

Sonnige Grüße von mir, Juls
 
Hey, lieber Driekes
Auf die Passage hier bin ich neidisch, aber nur so wenig, wie das zu einem wunderbaren Maitag wie heute passt.
"Unter der Erde
arbeitet ein stilles Grün,
drängt ohne Eile
in Zweige und Hände."
LGT
 
@Herbert Kaiser

Moin Herbert,
der Mai kommt für mich nicht mit Trompeten.
Er schaut erst einmal um die Ecke.
Noch etwas kühl, noch etwas zögerlich —
aber gerade darin liegt sein Reiz.

Danke dir für deine freundlichen Worte.😎

@Chilicat

Liebe Chilicat,
erster Kaffee und Maimorgen — besser kann man so einen Text kaum lesen.
Dann hat er ja den richtigen Augenblick erwischt.

Fröhliche Grüße zurück☺️

@Rudolf Fritz-Roessle

Moin Rudolf,
dann sage ich einfach zurück: gern geschehen.
Wenn ein Maimorgen ein kleines Danke auslöst,
hat der Text genug getan. ☀️

@Darkjuls

Guten Morgen Juls,
der Mai tritt für mich nicht einfach ein.
Er schiebt den April noch ein Stück vor sich her.
Der Tag muss erst sprechen lernen,
die Wärme traut sich noch nicht,
und irgendwo klingt noch etwas Traum mit.
Deine Lesart geht genau in diese Richtung.

Sonnige Grüße zurück☀️


@Tanqueray

Hey, LGT,
ein kleines bisschen Neid nehme ich hier glatt als Kompliment.
Der Mai macht eben viel von unten.
Das Grün hat Zeit.
Vielleicht ist das seine eigentliche Stärke.


Danke euch allen für eure freundlichen Worte und die vielen Likes.

Der Mai steht hier noch nicht in voller Blüte.
Er tastet sich erst heran.


LG
Driekes
 
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