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Feedback jeder Art Abilify

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  • Darkjuls
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Der Wahn schlich zaghaft in mein Leben,
ich krönte Schatten zu Wirklichkeit,
verlor mich selbst in fiebernd' Beben
In Größenrausch und Dunkelheit.

Dann trat Abilify in meinen Sinn,
plötzlich der Verstand so leer,
nun seh ich wie verrückt ich bin,
versunken tief im Lügenmeer.

Nun trag ich still die Scham und Schuld,
kann mir selbst nicht mehr vergeben,
wie soll ich denn, nach all der Zeit,
mit dieser Schande leben?
 
Hallo @Jillianx3,

ein sehr ehrlicher Text, der gut zu lesen ist.

Selbserkenntnis, nach kurzem Verlaufen, ist etwas großartiges
und beachtenswert. Und für das was geschehen ist, gerade im Hinblick auf das Erkennen muss man sich nicht schämen. Die Anerkennung der Schuld, solange es überhaupt eine Art von Schuldigsein gibt reicht völlig aus und der Schritt zum Vergeben ist nicht weit.

Konstruktiv:
In S2 V1 würde ich das sich wiederholende -Nun- weglassen.

Ich trage still die Scham und Schuld

MfG
Monolith
 
Moin @Jillianx3 ,

dein Text geht direkt rein. Kein Ausweichen, kein Schönreden –
genau das gibt ihm Gewicht. Diese Bewegung vom Wahn über die Leere
bis hin zu Scham und Schuld ist hart, aber klar.

Was hängen bleibt:
Du schreibst nicht von außen über das Ganze, sondern mittendrin.
Dadurch wirkt es nicht gemacht, sondern erlebt. Gerade die letzte Frage trifft,
weil sie offen bleibt und sich nicht mit einer schnellen Antwort abspeisen lässt.

Ein schwerer Text – aber einer, der steht.

Nicht jede Schande ist Schuld. Manches ist Wunde.

LG Driekes

PS. Beim doppelten „Nun“ bin ich ganz bei @Monolith.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jillianx, Deine Zeilen klingen ehrlich und besorgt. Wenn das LI krank war, trägt es keine Schuld, denn es hat nicht wissentlich oder absichtlich falsch gehandelt. Ich kann verstehen, dass es schwer ist, überhaupt erst einmal die Krankheit anzuerkennen und damit zu leben. Gut, dass es Behandlungsmöglichkeiten gibt und man dank Medikament nahezu symptomfrei leben kann.

Liebe Grüße Darkjuls
 
  • Darkjuls
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