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L.B.

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L.B.s Themen
So viele Menschen um mich herum
und doch war mir alles egal
in dem Moment
indem du deinen letzten Atemzug tatst


Und plötzlich blieb die Zeit einfach stehen
die Zeit von der ich dachte sie würde ewig gehen
Die Zeit die uns nicht gegönnt worden war
Die Zeit die es nun nicht mehr gab


In diesem Augenblick fühlte ich so viel
Und auch wieder nichts
So viele Stimmen um mich herum
und trotzdem hörte ich nichts


sah nur dich
Wie du da lagst
So reglos und starr
Dein Körper noch warm -
Aber du,
warst nicht mehr da


Ich dachte ich könnte meiner Stimme trauen,
aber ich sah nichtmal die Hand vor Augen.
Spüre plötzlich diese Leere,
als wenn sie schon ewig da gewesen wäre.


Kannst du mich sehen, da wo du jetzt bist?
Denn ich kann nicht ohne dich
Ich glaube ich verlier die Lust am Leben,
aber ist das fair?
Schließlich hast du immer alles gegeben.


Wann wird dieser Schmerz endlich gehen?
Will doch nur wieder richtig leben
Ist überleben jetzt mein neues ich?
was soll ich hier ohne dich?
 
Hallo L.B.,
du beschreibst ein Thema, mit dem ich mich in der Vergangenheit viel zu oft beschäftigt habe.

Personen verliert man im Leben immer wieder. Familie, Freunde, Liebe, Tiere. Das wissen alle, das gehört dazu.
Womit unser Verstand aber nur schwer klar kommt, ist, wenn der Verlust plötzlich und endgültig ist. Wenn alle Fragen offen bleiben und alles Nicht-Gesagte, nicht gesagt bleiben muss.
Der Verstand kann nicht helfen. Also packen unsere Herzen sich all die Worte, die es nicht mehr geschafft haben, in einen Rucksack und tragen sie als Ballast weiter.

Irgendwann erlauben wir uns dann, die Worte rauszulassen. Nicht um zu vergessen, sondern um sie woanders aufzubewahren.
In Gedichten, in alten Bildern und Briefen oder einfach irgendwo im Universum, wo sie vielleicht doch irgendwann den richtigen Empfänger erreichen.

Mit der Zeit wird der Rucksack leichter, aber er bleibt immer da. Manchmal wird er sogar wieder mit neuen Dingen gefüllt werden, wird wieder schwerer. Vielleicht trifft man Irgendwann jemanden, der einem etwas Gewicht abnimmt. Aber ablegen können wir unseren Rucksack nie.
Das tut weh. Es zeigt uns aber auch, dass nichts umsonst war. Irgendwann schauen wir mit gestärktem Herz in unseren Rucksack und merken, dass dort vieles drin ist, das uns heute ausmacht. Dass das, was wir immer noch mit uns rumtragen, zu einem Teil von uns geworden ist. Irgendwann wird aus dem Ballast ein kleines Erinnerungsstück, dass uns mit früher verbindet und das wir mit Ruhe betrachten können.

Bis dahin - und wirklich nur bis dahin - fühlt es sich aber leider wie Überleben statt Leben an.
 
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