Ein Gedicht in der Tradition der singhalesischen Sandesha-Kāvya –
der Lotus trägt die Botschaft durch Wasser und Licht.
Lotus im stillen Teich,
der jeden Morgen neu sich hebt,
trag meine Wünsche über Spiegel,
wo Blatt und Sonne leise stehn.
Du kennst das Schweben ohne Eile,
den Duft, der nur im Nahen gilt;
du weißt, wie schnell ein Blick verfliegt,
wenn Herz sich nicht zu sagen traut.
Wenn Regenperlen auf dir ruhn,
wie kleine Zeichen ohne Schrift,
dann nimm mir fort, was schwer geworden,
und gib es ab an weiche Zeit.
Wo sie am Rand des Wassers steht,
im Schatten hoher Zweige wartet,
leg ihr dein helles Blatt ans Denken,
als wär es Trost und Einladung.
Und fragt sie leis, wer zu ihr spricht,
im Duft, im Grün, im ersten Licht,
so gib ihr nur dies eine mit:
Von Nähe.
Von Sanftmut.
Vom Blühen im Stillsein.

Bild @Driekes
der Lotus trägt die Botschaft durch Wasser und Licht.
Lotus im stillen Teich,
der jeden Morgen neu sich hebt,
trag meine Wünsche über Spiegel,
wo Blatt und Sonne leise stehn.
Du kennst das Schweben ohne Eile,
den Duft, der nur im Nahen gilt;
du weißt, wie schnell ein Blick verfliegt,
wenn Herz sich nicht zu sagen traut.
Wenn Regenperlen auf dir ruhn,
wie kleine Zeichen ohne Schrift,
dann nimm mir fort, was schwer geworden,
und gib es ab an weiche Zeit.
Wo sie am Rand des Wassers steht,
im Schatten hoher Zweige wartet,
leg ihr dein helles Blatt ans Denken,
als wär es Trost und Einladung.
Und fragt sie leis, wer zu ihr spricht,
im Duft, im Grün, im ersten Licht,
so gib ihr nur dies eine mit:
Von Nähe.
Von Sanftmut.
Vom Blühen im Stillsein.

Bild @Driekes