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Feedback jeder Art "Das Herz in der See"!

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„Das Herz in der See“

Die eiskalte Nacht ertrinkt in blutroten Schatten,
so wie das Feuer der Hölle, so brenne auch ich,
ich suchte das Glück, das Andere schon hatten,
im Abgrund der Tränen, da stieß ich auf dich.

Du hast dich verirrt, im Labyrinth der Gefühle,
ich wollte Dir zeigen, die Wege ins Licht,
doch setzte dein Herz sich zwischen zwei Stühle,
dein Zweifel gewann und Du folgtest mir nicht.

Der Sturm, er ist nun aufgezogen,
mein verwundetes Herz, es ist kalt und ist leer,
im Meer da branden nun wilde Wogen,
mein Gang zur Klippe, ist einsam und schwer.

Doch ich schreite voran auf den uralten Wegen,
ich gehe immer weiter, denn ich kenne mein Ziel,
meine Tränen verbirgt nun ein eiskalter Regen,
ich war so voller Hoffnung, aber trotzdem, ich fiel.

Der Donner hallt mächtig, droht mir aus der Ferne,
die grellen Blitze durchzucken den Himmel der Nacht,
pechschwarze Wolken, verhüllen das Licht aller Sterne,
und eisige Winde geißeln mein Fleisch voller Macht.

Durch finstere Sümpfe, durch die Allee toter Bäume,
führt mich mein Pfad hinauf, zu felskarger Kluft,
vorbei an dem Friedhof, der verlorenen Träume,
wo die Schreie der Verdammten, schwängern die Luft.

Dem Pfad meiner Tränen, folge ich hinauf zu den Klippen,
der Regen fällt kalt, peitscht mir in mein Gesicht,
mein stummer Schrei, er verlässt meine Lippen,
und das Licht der funkelnden Sterne, ich sehe es nicht.

Der raue Wind lässt mich zittern, zerzaust spöttisch mein Haar,
in dieser Welt ohne Liebe, bin ich mir selber schon fremd,
meine Gedanken schweifen umher, zu dem was ist und mal war,
ich streife ab meinen Mantel und ich öffne mein Hemd.

Ein Rest von Hoffnung, er bleibt mir nicht,
nun soll es geschehen, ich habe keine Wahl,
es gibt keine Regung mehr, auf meinem verzerrten Gesicht,
mein Herz in der Brust, reiß ich mir heraus voller Qual.

Mein Herz in der Hand, es ist schwarz und wiegt schwer,
denn es verdorrte in mir und es wurde zu Stein,
darum lass ich es fallen, es soll versinken im Meer,
dort mag es dann ruhen, auf ewig allein.

Aus der Tasche des Mantels, zieh ich den gläsernen Schrein,
so klein und zerbrechlich, in dem so hell strahlt ein Licht,
es ist die Essenz meiner Seele, die sperrte ich darin ein,
doch genau wie mein Herz, brauch ich länger sie nicht.

Ich trage in mir keinen Zweifel, es tut nicht länger weh,
meine Seele soll versinken, genau wie mein Herz,
ich übergebe den Rest meiner Selbst, der stürmischen See,
beende auf ewig die Trauer, verbanne den Schmerz.

Nur ein Moment noch des Zögerns, dann geh den Weg ich zurück,
beschreite erneut alle Pfade, die sind einsam und leer,
ich werde für euch tanzen und singen, ich heuchele mein Glück,
doch Gefühle und Leben, gibt es in mir nicht mehr.

Doch wenn irgendwann mich ruft aus der Stille,
ein strahlender Engel, der für mich allein nur gesandt,
dann wird in mir erwachen, ein unbändiger Wille,
und ich kehre zurück zu den Klippen, mit fordernder Hand.

Dann beschwöre ich flehend, die Macht der Gezeiten,
wenn ein Lächeln voll Wärme, verspricht mir mein Glück,
ich werde die "Herrin der See", zum Grund des Meeres begleiten,
von ihr fordere ich meine Seele und mein Herz dann zurück.

Für meinen Engel soll strahlen mein Licht, soll schlagen mein Herz,
nur für ihn ganz alleine, den man zu mir gesandt,
denn er erfüllt mich mit Liebe, verbannt meinen Schmerz,
dafür reiche auf ewig, ich ihm voll Liebe die Hand.


----- By Dark Poet Of The Night (12.07.2007) -----
 
Guten Abend,

das ist richtig gut geschrieben. Es beschwört direkt Bilder in den Kopf beim lesen, so das man quasi die geschriebenen Zeilen erlebt. Hat mich beim lesen total eingefangen. Vielen Dank das du so ein schönes Werk mit uns teilst.
 
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