Die Spannung steigt, das Licht gedimmt,
die Instrumente sind gestimmt.
Der Künstler tritt ins Rampenlicht,
sein Lampenfieber sieht man nicht.
Der erste Ton ist sofort stark,
Musik und Rhythmus geh'n ins Mark.
Ein jeder einzelne Akkord,
trägt alles Schwere spürbar fort.
Ergriffen lauscht das Publikum,
der Melodie als Tonikum.
Berauscht vom Musikantenspiel,
wird applaudiert mit viel Gefühl.
Der Künstler erntet seinen Lohn,
mit wiederholter Ovation.
Beglückt von diesem Ohrenschmaus,
geht nun das Publikum nach Haus.
Der Künstler bleibt allein zurück,
er zehrt von seinem Bühnenstück.
Ganz einsam trinkt er einen Gin
und zweifelt an dem Lebenssinn.
Der nächste Auftritt ist geplant,
und plötzlich hört man ungeahnt,
dass der, der gestern noch auftrat,
sein Leben aufgegeben hat.
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