Still glänzt das Meer, an seinem Strand
drei Mädchen, die sich Burgen bauen
und froh auf eine Wasserwand
weit draußen vor der Küste schauen.
„Was macht das Meer da?“, spricht die eine.
Die nächste: „Uns den Burgenwall.
Es schleppt die schönsten Wassersteine.“
Die dritte: „Ja, mit dumpfem Schall.“
Jetzt zieht die Flut sich rasch zurück,
es scheint, sie eilt der Wand entgegen.
Die Mädchen folgen Stück für Stück,
als rufe sie ein ferner Segen.
Schon sieht man Schiffe auf der Woge
gekentert wie ein Spielzeugboot.
Touristen filmen es im Soge
des Staunens, das in ihnen loht.
Dann bricht der Bann, es gellt ein Schrei.
Die Eltern fahren auf, benommen.
„Mein Gott, wo sind denn unsre Drei!
Siehst du sie?“, fragt ihr Blick beklommen.
Die Burgen liegen da, verlassen,
die Schaufeln stecken bunt im Sand.
Und winzig vor den Wassermassen,
drei helle Körper, wohlbekannt.
Die Mutter ruft, der Vater rennt,
und während alle andern weichen,
kann er, den es wie Pfeilgift brennt,
sie endlich atemlos erreichen.
Er haucht ein „Schnell!“, und muss erleben,
dass sie ihm zögernd folgen nur
und dann zu ihren Burgen streben,
als zöge sie dorthin ein Schwur.
Die Mutter packt sie, schreit und treibt,
und über ihnen bricht die Welle
turmhoch, so dass nichts übrigbleibt. -
Ein Mahnmal steht heut an der Stelle…
drei Mädchen, die sich Burgen bauen
und froh auf eine Wasserwand
weit draußen vor der Küste schauen.
„Was macht das Meer da?“, spricht die eine.
Die nächste: „Uns den Burgenwall.
Es schleppt die schönsten Wassersteine.“
Die dritte: „Ja, mit dumpfem Schall.“
Jetzt zieht die Flut sich rasch zurück,
es scheint, sie eilt der Wand entgegen.
Die Mädchen folgen Stück für Stück,
als rufe sie ein ferner Segen.
Schon sieht man Schiffe auf der Woge
gekentert wie ein Spielzeugboot.
Touristen filmen es im Soge
des Staunens, das in ihnen loht.
Dann bricht der Bann, es gellt ein Schrei.
Die Eltern fahren auf, benommen.
„Mein Gott, wo sind denn unsre Drei!
Siehst du sie?“, fragt ihr Blick beklommen.
Die Burgen liegen da, verlassen,
die Schaufeln stecken bunt im Sand.
Und winzig vor den Wassermassen,
drei helle Körper, wohlbekannt.
Die Mutter ruft, der Vater rennt,
und während alle andern weichen,
kann er, den es wie Pfeilgift brennt,
sie endlich atemlos erreichen.
Er haucht ein „Schnell!“, und muss erleben,
dass sie ihm zögernd folgen nur
und dann zu ihren Burgen streben,
als zöge sie dorthin ein Schwur.
Die Mutter packt sie, schreit und treibt,
und über ihnen bricht die Welle
turmhoch, so dass nichts übrigbleibt. -
Ein Mahnmal steht heut an der Stelle…