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Feedback jeder Art Das Spiel

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Schmuddelkind
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Das Leben, sagt man, sei ein Spiel.
Doch kenne ich die Regeln nicht.
Sehr nebulös ist auch das Ziel
und Schummeln, scheint mir, ist hier Pflicht.
 
So irre ich von Feld zu Feld
und frage mich, wer mich bewegt.
Da seh ich plötzlich, rings umstellt,
wie jemand meine Dame schlägt.
 
Der Täter würfelt eine Drei
und spielt nun eine Karte aus:
"Du kommst aus dem Gefängnis frei."
 
Derweil bin ich vor seinem Haus -
an Miete darf man ja nicht geizen.
Wer hat ein Holz? Ich geb drei Schaf.
Denn damit lässt sich nicht gut heizen.
Ein Würfel jüngst auf Kiew traf.
Nun mangelt's auf dem Brett an Weizen.
 
Das Spiel ist wohl nicht ganz mein Ding.
Es ist sehr lang und umständlich.
Auch fehlt hier noch das Balancing.
Nein, spielt mal lieber ohne mich.
 
liebes schmuddelkind,
 
das ganze leben ist ein spiel, sagt man? ja, wenn man das leben mit spielerischer leichtigkeit angeht und nicht ganz so ernst nimmt, fällt vieles tatsächlich leichter. aber ohne die regeln zu kennen, kann man sich wohl nur verirren. und das ziel (sinn) des lebens? hui, die klassischste aller fragen, auf die es keine allgemeingültige antwort gibt.  :wink:
 
aber erstmal eine klasse idee, wie du das leben mit einem spiel vergleichst und dabei allseits bekannte spielzüge in das gedicht einfließen lässt, die das tatsächliche lebensgeschehen - und das auch noch aktuell - spiegeln. heizproblematik, ukraine-krieg oder auch die zunehmende gewalt gegen frauen und die nicht immer gerechtigkeit sprechende rechtssprechung -  alles findet sich im gedicht. ein ganz schön umfangreicher inhalt, aber so ein großer rahmen wie das leben gibt den her.
 
am ende die bittere erkenntnis, dass für den, der sich in einem solchen lebensspiel nicht zurecht findet, nur ein spielzug übrig bleibt: das spiel zu beenden und auszusteigen. autsch. aber das gilt nicht: spiele werden immer bis zum ende durchgezogen. basta!  😎
 
hat mir spaß gemacht, deinem gedicht zug um zug zu folgen.
 
liebe grüße
sofakatze   
 
 
 
Liebe sofakatze,

zunächst möchte ich mich entschuldigen, dass ich viel zu lange gebraucht habe, deinen tollen Kommentar zu beantworten, für den du dir offensichtlich so viel Mühe gemacht hast. Ich schätze, irgendwie ist der mir untergegangen (wie einige ältere Kommentare Anderer, die ich jetzt nach und nach beantworten möchte) - ich glaube, irgendwie wurde ich damals gar nicht benachrichtigt (Foren-Update oder so?). Jedenfalls: Sorry! Ich hoffe, verjährt ist es noch nicht.

das ganze leben ist ein spiel, sagt man? ja, wenn man das leben mit spielerischer leichtigkeit angeht und nicht ganz so ernst nimmt, fällt vieles tatsächlich leichter. aber ohne die regeln zu kennen, kann man sich wohl nur verirren. und das ziel (sinn) des lebens? hui, die klassischste aller fragen, auf die es keine allgemeingültige antwort gibt. 😉
Das ist echt mein großes Fragezeichen: Wo kann man die Regeln nachlesen. Scheint alles so undurchsichtig und wenn man einen Zug macht, sagt ein Mitspieler einfach nur: "ungültiger Zug" Wie soll ich jetzt wissen, was ein gültiger Zug ist? Und ja, das Ziel ist irgendwie auch unklar. Dann doch lieber ein gutes Brettspiel spielen, als seine Zeit mit dem realen Leben vergeuden!😉

aber erstmal eine klasse idee, wie du das leben mit einem spiel vergleichst und dabei allseits bekannte spielzüge in das gedicht einfließen lässt, die das tatsächliche lebensgeschehen - und das auch noch aktuell - spiegeln. heizproblematik, ukraine-krieg oder auch die zunehmende gewalt gegen frauen und die nicht immer gerechtigkeit sprechende rechtssprechung - alles findet sich im gedicht.
Schön, dass meine Anspielungen so deutlich ankommen. Ja, das mit der Rechtsprechung und der Behandlung von Frauen ist ja jüngst noch aktueller geworden (Epstein-Akten). Über so etwas kann man eigentlich fast nur noch in Metaphern reden, wenn man nicht den Verstand oder sein letztes Bisschen Grundvertrauen in die Menschheit verlieren will.

am ende die bittere erkenntnis, dass für den, der sich in einem solchen lebensspiel nicht zurecht findet, nur ein spielzug übrig bleibt: das spiel zu beenden und auszusteigen. autsch. aber das gilt nicht: spiele werden immer bis zum ende durchgezogen. basta! 😎
😂
Da haste mich an meinem wunden Punkt erwischt. Tatsächlich ist es nämlich nicht OK, ein Spiel abzubrechen - selbst wenn das Haus in Flammen steht.
Muss gerade an eine Folge Seinfeld denken, wo Kramers Auto abgeschleppt wird, während er mit Newman Risiko spielt. Da rennt er tatsächlich mit dem Spielbrett (und sämtlichen Figuren darauf) zum Auto.🤣

hat mir spaß gemacht, deinem gedicht zug um zug zu folgen.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, das Mysterium meines Gedichts zu lüften.😉

Liebe Grüße
Schmuddi
 
  • Schmuddelkind
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