Da ist ein Abgrund
Kein Mythos, kein Traum, kein ferner Ort
sondern ein Loch in der Luft
direkt unter meinem Brustkorb verortet
Er ist still –
und doch so laut, dass er meinen Namen kennt
Früher fürchtete ich den Ozean
die schwarze Zone unter dem Licht
wo Karten enden
und Fragen beginnen
Doch Wasser war nie mein Feind –
ich liebe sein Wiegen, sein ehrliches Gewicht
Es war nur ein Gefühl
Und Gefühle vergehen
Dieser Abgrund nicht
Er liegt da wie ein offener Mund
schluckt Sekunden, schluckt Mut
zieht an mir wie Ebbe am Strand
sanft, beharrlich, absolut.
Besonders dann,
wenn Stille zu laut wird
wenn Lachen fehlt
wenn ich allein mit mir bin
und mein Herz schlechte Nachrichten wählt
Der Abgrund ruft
Nicht mit Schreien –
mit Stimmen, die ich liebe
„Ich muss vielleicht in eine Klinik“
flüsternd, zerbrechlich, real
Wie Abschiede auf Schulhöfen
zwei meiner Besten, die gehen
als wäre Bleiben keine Option mehr gewesen
Er klingt wie Verlust
der keinen Knall macht
sondern tropft
Tropf, Tropf
Er ist kein Gefühl mehr
nicht bloß ein Gedanke im Kreis
Er ist physisch
wie Druck auf den Rippen
wie ein Stein
der weiß, wie mein Name heißt
Er zieht mich hinein
wie Tiefe Licht verschluckt
wie Nacht die Konturen verrückt
Und doch –
meine Finger finden Kanten
Risse im Beton werden Halt
Meine Freunde sind Geländer aus Wärme
Erinnerungen ein Gegengewicht zur Gewalt
Gute Tage sind Seile aus Licht
Musik, Lachen, ein ehrliches „Bleib“
Ich halte mich fest
Ich falle nicht
Noch nicht
Vielleicht nie
Denn so laut er auch ruft
so dunkel er droht
ich stehe am Rand
mit salziger Haut
und Blick nach oben
Der Abgrund ist da
Aber ich auch
Und vielleicht
ist Stärke nicht
den Ruf nicht zu hören
sondern zu hören –
und trotzdem
nicht zu springen
Kein Mythos, kein Traum, kein ferner Ort
sondern ein Loch in der Luft
direkt unter meinem Brustkorb verortet
Er ist still –
und doch so laut, dass er meinen Namen kennt
Früher fürchtete ich den Ozean
die schwarze Zone unter dem Licht
wo Karten enden
und Fragen beginnen
Doch Wasser war nie mein Feind –
ich liebe sein Wiegen, sein ehrliches Gewicht
Es war nur ein Gefühl
Und Gefühle vergehen
Dieser Abgrund nicht
Er liegt da wie ein offener Mund
schluckt Sekunden, schluckt Mut
zieht an mir wie Ebbe am Strand
sanft, beharrlich, absolut.
Besonders dann,
wenn Stille zu laut wird
wenn Lachen fehlt
wenn ich allein mit mir bin
und mein Herz schlechte Nachrichten wählt
Der Abgrund ruft
Nicht mit Schreien –
mit Stimmen, die ich liebe
„Ich muss vielleicht in eine Klinik“
flüsternd, zerbrechlich, real
Wie Abschiede auf Schulhöfen
zwei meiner Besten, die gehen
als wäre Bleiben keine Option mehr gewesen
Er klingt wie Verlust
der keinen Knall macht
sondern tropft
Tropf, Tropf
Er ist kein Gefühl mehr
nicht bloß ein Gedanke im Kreis
Er ist physisch
wie Druck auf den Rippen
wie ein Stein
der weiß, wie mein Name heißt
Er zieht mich hinein
wie Tiefe Licht verschluckt
wie Nacht die Konturen verrückt
Und doch –
meine Finger finden Kanten
Risse im Beton werden Halt
Meine Freunde sind Geländer aus Wärme
Erinnerungen ein Gegengewicht zur Gewalt
Gute Tage sind Seile aus Licht
Musik, Lachen, ein ehrliches „Bleib“
Ich halte mich fest
Ich falle nicht
Noch nicht
Vielleicht nie
Denn so laut er auch ruft
so dunkel er droht
ich stehe am Rand
mit salziger Haut
und Blick nach oben
Der Abgrund ist da
Aber ich auch
Und vielleicht
ist Stärke nicht
den Ruf nicht zu hören
sondern zu hören –
und trotzdem
nicht zu springen