Der Tanz der drei Hexen
Drei Hexen trafen um Mitternacht
auf kahlem Feld zusammen, tanzten lauthals
um knisternde Flammen höllischen Feuers.
Die Ältere triumphierte: „Ich tanze für die Lüge!
Wahrheiten dementiere ich grundsätzlich,
Ich fälsche Informationen, erfinde Gerüchte.
Nirgendwo darf die Wahrheit herrschen,
diese Hure der angeblich besseren Seite.
Ich, liebe Chaos, Dummheit und Ignoranz.“
Die Zweite ereifert sich: „Ich tanze dir
das Dunkle zu, damit die Bürger ungesehen stehlen,
huren, missbrauchen und morden können.“
Die Dritte, die bisher geschwiegen, ruft stolz:
„Ich liebe und tanze jenes Leben, das immerfort
Höllisches aus seinem Schoß gebiert.
Mit Hass und Neid, mit Arroganz,
mit Macht dazu Millionen schmückt es sich
und glaubt, dies sei das höchste Lebensglück.“
Niedergebrannt das Feuer…
Erschöpft vom Tanzen starrten sie in Glut.
„Die Gegenseite nicht ruht!“ meinte die erste.
„Also: Wann tanzen wir wieder zusammen,
schüren vulkanische Flammen
für ein unerhört wütendes Feuer?
Was muss noch Ungeheuerliches passieren,
bevor Menschen in der Mehrheit kapieren,
dass sie wie Fliegen auf unserem Leim gefangen?“
„Abtreten!“ grollte eine dunkle Donnerstimme
aus dem Untergrund. „Ihr Weiber, eure Tanzstunde
ist zu Ende!“ - Stille - Ein Glockenschlag in der Ferne.
Rauch mit Schwefelgeruch gegen den Himmel stieg auf.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 22.01.2026)
Drei Hexen trafen um Mitternacht
auf kahlem Feld zusammen, tanzten lauthals
um knisternde Flammen höllischen Feuers.
Die Ältere triumphierte: „Ich tanze für die Lüge!
Wahrheiten dementiere ich grundsätzlich,
Ich fälsche Informationen, erfinde Gerüchte.
Nirgendwo darf die Wahrheit herrschen,
diese Hure der angeblich besseren Seite.
Ich, liebe Chaos, Dummheit und Ignoranz.“
Die Zweite ereifert sich: „Ich tanze dir
das Dunkle zu, damit die Bürger ungesehen stehlen,
huren, missbrauchen und morden können.“
Die Dritte, die bisher geschwiegen, ruft stolz:
„Ich liebe und tanze jenes Leben, das immerfort
Höllisches aus seinem Schoß gebiert.
Mit Hass und Neid, mit Arroganz,
mit Macht dazu Millionen schmückt es sich
und glaubt, dies sei das höchste Lebensglück.“
Niedergebrannt das Feuer…
Erschöpft vom Tanzen starrten sie in Glut.
„Die Gegenseite nicht ruht!“ meinte die erste.
„Also: Wann tanzen wir wieder zusammen,
schüren vulkanische Flammen
für ein unerhört wütendes Feuer?
Was muss noch Ungeheuerliches passieren,
bevor Menschen in der Mehrheit kapieren,
dass sie wie Fliegen auf unserem Leim gefangen?“
„Abtreten!“ grollte eine dunkle Donnerstimme
aus dem Untergrund. „Ihr Weiber, eure Tanzstunde
ist zu Ende!“ - Stille - Ein Glockenschlag in der Ferne.
Rauch mit Schwefelgeruch gegen den Himmel stieg auf.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 22.01.2026)