Ich gehe leise durch die Stimmen der anderen,
trage ihre Sorgen wie nasse Mäntel über dem Arm.
Sie legen sie mir hin,
ohne zu fragen, ob ich selbst schon friere.
Ich höre zu.
Immer höre ich zu.
Ihre Worte fallen in mich
wie Steine in einen tiefen Brunnen.
Sie sagen, ich bringe Licht in ihre Räume.
Ein Lächeln, ein leichtes Atmen,
ein Ort, an dem es einfacher ist zu sein.
Doch niemand fragt,
wer die Kerzen anzündet,
wenn mein eigenes Zimmer dunkel wird.
Ich lerne die Gewichte fremder Herzen,
die Risse in ihren Stimmen,
die leisen Bitten zwischen ihren Sätzen.
Doch meine Worte
bleiben oft in meiner Brust stehen
wie Vögel, die keinen Himmel finden.
Vielleicht ist Güte ein stilles Verschwinden.
Vielleicht ist Zuhören ein langsames
Durchsichtigwerden.
Und manchmal frage ich mich:
Wenn ich eines Tages schweige –
ganz still,
ganz müde –
ob irgendjemand bemerkt,
dass der Brunnen
schon lange
überläuft.
trage ihre Sorgen wie nasse Mäntel über dem Arm.
Sie legen sie mir hin,
ohne zu fragen, ob ich selbst schon friere.
Ich höre zu.
Immer höre ich zu.
Ihre Worte fallen in mich
wie Steine in einen tiefen Brunnen.
Sie sagen, ich bringe Licht in ihre Räume.
Ein Lächeln, ein leichtes Atmen,
ein Ort, an dem es einfacher ist zu sein.
Doch niemand fragt,
wer die Kerzen anzündet,
wenn mein eigenes Zimmer dunkel wird.
Ich lerne die Gewichte fremder Herzen,
die Risse in ihren Stimmen,
die leisen Bitten zwischen ihren Sätzen.
Doch meine Worte
bleiben oft in meiner Brust stehen
wie Vögel, die keinen Himmel finden.
Vielleicht ist Güte ein stilles Verschwinden.
Vielleicht ist Zuhören ein langsames
Durchsichtigwerden.
Und manchmal frage ich mich:
Wenn ich eines Tages schweige –
ganz still,
ganz müde –
ob irgendjemand bemerkt,
dass der Brunnen
schon lange
überläuft.