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Wenn man die Morgennachricht hört,
ist man frühzeitig verstört.
Am liebsten möchte man die Decken
sich über’n Kopf zieh’n und verstecken.

Da wird mit Zöllen rumgemacht,
die Börsen krachen, gute Nacht!
Demokratien kämpfen ums Überleben,
Gen Z bleibt auf den Straßen kleben.
Nichts als nur Probleme wälzen,
die Welt wird hin,
die Gletscher schmelzen.

Es jammern Junge, wie die Alten,
hier ist es fast nicht auszuhalten.
Liegt’s bloß am Hirn, zu fokussieren,
auf Erschreckendes zu reagieren?
Bemerken häufig, was uns fehlt.
Positives scheint gezählt.

Selbst ein Sonntag, warm und hell,
lässt uns zweifeln, gar zu schnell.
Darf das sein, in Stadt und Landel?
Ist es schon der Klimawandel?

Wenn du kannst, dann ignorieren,
lies halt keine Zeitung mehr!
Bloß nicht zu viel informieren,
muss auch so geh’n, bitte sehr!

Die Kunst scheint, informiert zu werden,
ohne Wut und ohne Zweifel.
Doch was hilft gegen die Trauer? Sterben?
Zuversicht scheint echt beim Teufel.

Ich beginn zu recherchieren,
nach Mitteln für die Leichtigkeit:
Algorithmen antrainieren?
Posts, die fluten, rasch blockieren?
Micky Maus statt Neuigkeit!

Halte News an feste Zeiten, pfeif auf trommelnden Bericht!
Nun, er tut es, wie wir wissen, gar zu oft, bis dass er bricht,
lass das Handy doch mal stecken, einmal ist pro Tag genug,
geht nicht allzu oft zum Brunnen, wie es heißt, derselbe Krug?

Die Teilnehmer der Polykrise warten zitternd
auf ein für alle rettend’ Wort.
Ohne einen Spielraum witternd,
eilt die Hoffnung weiter fort.

Das Wort, das uns vorm Schlimmsten schützt,
gilt nicht, sagst es nur du.
Wenn wir woll’n, dass es was nützt,
braucht’s vielmehr andere dazu.
 
Hallo Norbert
Gestern waren wir unterwegs und bei uns sind jetzt schon die Wahlplakate aufgehängt. Da habe ich gesehen welch Geist schon in den Plakaten zu spüren ist.
Auf jeden Fall ist für mich die nächste Wahl Pflicht und ich werde auch die Leute um mich herum ermutigen.
Eines habe ich sogar fotografiert. Da dachte ich ich sehe wohl nicht recht. Im Hintergrund der Himmel ist so blau
 
Hallo @Norbert

Normalerweise gehe ich solchen Themen aus dem Weg und bleibe lieber in Entenhausen.

Das ist ein bisschen so, als würde man beim ‚Chinesen des Vertrauens‘ (da wo es noch Glückskekse und Reiswein gibt) das ‚All-you-can-eat‘ wählen: Man schlägt sich den Bauch voll und beschwert sich hinterher, dass das Essen viel zu fettig und schwer im Magen liegt.

Das Problem ist: Wir können die Rechnung für dieses Buffet nicht allein bezahlen. Während wir in Entenhausen auf das nächste Happy End warten, klebt die Realität (nicht nur Gen Z) bereits auf dem Asphalt – und wir merken, dass man eine Polykrise nicht einfach ‚verdauen‘ kann, indem man wegsieht…(und einen Magenbitter nimmt)

LG Guenk
 
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