Mein inneres Kind, mein früheres Ich. Ich sehe dich. Ich sehe das, was du durchmachen musstest. Ich sehe deine Wunden, deine Narben, und all den Schmerz, den du still mit dir herumgetragen hast. Ich sehe wie früh du anfangen musstest verschiedene Masken zu tragen das du in dem System passt. Ich kann dir sagen das einige Masken zu teils gebrochen sind, Ichversuche dich zu schützen damit du nicht noch mehr leid spüren musst. Ich sehe, wie du die Maske des Ruhigen getragen hast in der Hoffnung, dass man dich in Ruhe lässt. Und ich sehe, wie sehr es dich getroffen hat, dass du trotz alledem gemobbt wurdest. Ich sehe das du versucht hast dich zu betäuben, indem du den ganzen Tag einfach nur Video spiele gespielt hast und versucht hast von der Realität wegzulaufen. Ich sehe, wie sehr dich das Mobbing verwirrt hat, wie des ständigen Streits und Diskussionen dich überfordert haben und wie du dich so oft allein gefühlt hast, obwohl du noch viel zu jung warst, um das alles zu verstehen. Ich sehe, dass du nicht verstanden hast, warum andere so zu dir waren. Ich sehe die Überforderung, die Einsamkeit und die Fragen, auf die du nie Antworten bekommen hast Ich sehe das du trotz früherer Depressionen auf einmal glücklich warst, weil eine Person dich wirklich gernhatte aber leider mit deinen Gefühlen gespielt hat. Ich spüre den Schmerz, was du in dir getragen hast. Ich weiß das du Suizidalische Gedankenhattest und dir auch etwas angetan hättest. Ich sehe wie viel du gebraucht hättest. Nicht nur eine Sache, sondern wirklich alles Wärme, Halt, Verständnis, Aufmerksamkeit und jemanden, der einfach da ist. Ich sehe das du versucht hast in der Lehrzeit immer wieder Sachen zu finden was dich betäuben könnte das du nur noch funktionierst und nicht mehr wirklich mitbekommst was passiert. Ich weiß das du gehofft hast das etwas bei der Operation schief läuft, weil du den Schmerz nicht mehr haben willst. Ich weiß das du einmal im Aufwachraum nach Luft gekämpft hast, weil du nicht willst das es vorbei ist, du willst einfach nur deinen Frieden und das nach was du sehnst. Ich sehe, wie sehr du verletzt bist durch das Mobbing was war, weil du einfach nicht verstanden hattest, was passiert ist. Ich sehe die Verwirrung, wieso du auf einmal Operationen hattest und den Frust/Überforderung, weil du trotz Unterstützung von Mama dich allein fühlst. Ich sehe, wie sehr du dich danach sehnst, dass du gehalten wirst und das du Wärme, Geborgenheit, Sicherheit bekommst und das du einfach nur ein Herzschlag und das Atmen und die Brust Bewegung haben willst damit du dich beruhigen kannst. Ich sehe, wie glücklich du warst, wo du das bekommen hast, was du wolltest wo Ichgekuschelt habe. Ich sehe, wie deine Wunden kleiner wurden und wie du mehr Farbe in eine Graue Welt bekommst. Ich sehe aber auch wie stark du verletzt warst wo das ganze radikal abgebrochen war. Ich weiß das du sehr viel darüber nachgedacht hast, ob es deine schuld war oder ob du aufdringlich warst, weil du immer mehr wolltest. Ich sehe, wie sehr du verletzt bist, weil du in einem sehr frühen Alter lernen musstest dich selbst zu beschäftigen und selbst auf 2 Beinen zu stehen, sicher hast du Geborgenheit usw. bekommen von Mama, aber ich weiß das du viel mehr gebrauchthättest. Ich weiß das du mehr lob bekommen wolltest, mehr Aufmerksamkeit haben wolltest und nicht nur einfach "übersehen" werden wolltest. Ich verstehe die Welt auch noch nicht ganz, Ich versuche die Welt zu verstehen und versuche dich zu verstehen. Ich sehe, wie schwer es für dich in der Schule war. Du hast die Welt noch nicht verstanden und hast alles Bunt gesehen und hattest noch sehr viel Freude am Leben, hast gelacht und geweint und deine Gefühle waren noch echt. Wenn Ich versuche, näher an dich ranzukommen dann werde ich automatisch weggestoßen, weil du verletzt bist, Ich weiß das Ich Fehler gemacht habe und Ich weiß das ich Zuviel zugelassen habe. Ich wollte nur das es dir gut geht und ich wollte das du das bekommst wonach du dich sehnst. Es tut mir selbst weh dich so zu sehen, wie du gerade bist. Du bist eingerollt und trägst die ganzen wunde und narben die teilweise sichtbar sind und teilweise nicht und du willst einfach nur Frieden. Es tut weh das Ich dir nicht helfen kann, weil ich selbst so wie du einfach überfordert bin. Ich versuche zu dir zu kommen und versuche dir zu helfen, aber ich weiß leider nicht, wie ich es machen kann. Ich sehe, wie sehr dein Vertrauen zu verschiedenen Sachen gebrochen ist. Ich sehe das du sehr viel Hoffnung in Menschen und auch zu deinem Vater hattest und Ich sehe das du sehr oft geweint hast, wenn dein Vater sein Versprechen nicht gehalten hat. Ich sehe das du Wut aufgebaut hast gegenüber deinem Vater, weil du nur gehalten werden willst von Mama und Papa. Ich sehe das die Welt immer grauer wird und ich verstehe das du einfach nur das willst wonach du dich sehnst aber wir können dagegen nichts machen. Ich weiß nicht wie ich dir helfen kann und es fällt mir auch schwer in deine Nähe zu kommen. Ich weiß das du mit Herzschmerz da sitzt im Dunkeln und einfach nur ein Licht haben willst was dich beruhigt, aber das kann ich dir leider nicht geben. Ich wünschte, ich könnte dich in den Arm nehmen, dir Ruhe geben, Wärme schenken und dir zeigen, dass du nicht allein bist. Ich sehe, wie sehr du eine Umarmung gebrauchthättest, jemanden, der dich hält, wenn es schwer wurde. Ich wünschte, ich könnte dir heute all das geben: Geborgenheit, Wärme, Schutz, Verständnis und einen sicheren Platz, nach dem du dich immer gesehnt hast.