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  • Marc Donis
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FÜR GAR NICHTS GELEBT
Eberswalder Elegie, Nr. 5

Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
Sodass es ein Leben mitnichten mehr gab'.
Und hat mich die Waldstadt. Ich denke. Geboren.
So find' ich dann hießig. In Wäldern mein Grab.
Denn will ich mich endlich. Für immer verlieben.
Sodass ich mich wieder. Im Herzen verlief'.
Gedichte, die hab' ich aus Kummer geschrieben.
Die Teufeln sind Engel. Die fielen bloß tief...

So hab' ich mein Stolz nun für immer gebrochen.
Sodass mich die Finow mal wieder ertränkt.
Und hab' ich mit Fliedern und Linden gesprochen.
Damit mich das Träumen nicht wieder verdrängt.
Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
Als wär' es nichts weiter. Als jedoch ein Wort.
Und tragen nur Dichter im Herzen Dämonen.
Und reißen mich wieder die Eichen hier fort...

Und hab' ich mein Stolz nun für immer vergraben.
Verneigt sich am Ufer der Schwärze das Ried.
Auch zwischen den Wintern und Tagen und Raben.
So weiß nicht wirklich. Wohin es mich zieht.
Und hab' ich mein Stolz nun für immer gebrochen.
Sodass ich das Träumen nun gar nicht mehr wag'.
Doch hab' ich dir Wahrheit und Anmut versprochen.
Wobei ich, mein Engel. Das Zweite nicht mag...
Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
Sodass ich auch diesen, ich denke. Nicht brauch'.
Und hat mich die Waldstadt für immer geboren.
Beim Sterben, sie nimmt mich, ich hoffe dann auch.

Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
Sodass ich mich wieder vom Leben entfern'.
Und wurd' ich nicht gerne. Als Mensche geboren.
Doch hab' ich die Eber und Wälder hier gern...
Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
So fühl' ich schließlich auf Straßen hier fremd.
Und haben die Wolken die Himmel bezogen.
Und frag' ich die Finow. Ob diese mich kennt...
Und hab' ich mein Stolz nun für immer verloren.
So knistert beim Abschied am Ufer das Kies.
Die Waldstadt, die Mutter. Die hat mich geboren.
Sodass ich als Fremder. Die Straßen verließ...

05.02.2026
Berlin Biesdorf-Süd
 
  • Marc Donis
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