„Gaja’s Klagelied“
Vor unendlicher Zeit, legte ich mich zur Ruhe,
zu hüten Kosmos, Zeit und Raum, wie seit Äonen ich's tue.
Die Mutter Erde bin ich, den Namen Gaja hat man mir gegeben,
ich bin der Ursprung des Seins, ich bin Magie, ich bin Leben.
Dort wo Nymphe und Satyr sich lieben bei Nacht,
dort wo die "Lady der See" all Eure Träume bewacht,
dort wo Glaube und Hoffnung, dem Anfang entsprungen,
dort hört man mein Hohelied, von Barden gesungen.
Mit Sehnsucht, auf Wolken, erbaut euch mächtige Schlösser,
erfreut euch der Anmut, meiner fliegenden Rösser,
dort wo Elfen und Feen, sich begegnen beim Tanz,
dort soll erstrahlen auf ewig, mein warmes Licht voller Glanz.
Wo Dryaden und Menschen, ein Teil sind vom Ganzen,
will ich mit Güte, die Liebe in eure Herzen einpflanzen,
damit ihr niemals vergesst, ihr alle seid gleich,
für euch alle ist Platz, in meinem ewigen Reich.
Euch alle, die ich einst geboren, euch alle liebe ich so sehr,
denn zum Kreislaufs gehört ihr alle, von Leben, Tod und Widerkehr,
euch habe ich diese Welt erschaffen, als Paradies sie euch geschenkt,
und mein Gebot soll fortan lauten, das ihr voll Ehrfurcht daran denkt.
Doch etwas riss mich aus dem Frieden, erweckte mich aus tiefstem Schlaf,
beschwor den wachen Geist in mir, wie es niemals geschehen darf,
ich spürte die Magie nicht mehr, ich suchte was ich hinterließ,
doch all das Leben war erloschen, zerstört war nun dies Paradies.
Warum lieben sich Nymphe und Satyr nicht mehr, im magischen Hain?
Warum sind Flüsse und Seen, nicht mehr kristallklar und rein?
Warum begegnen sich Elfen und Feen, nicht mehr friedvoll beim Tanz?
Warum ist das magische Gefüge, von Raum und Zeit nicht mehr ganz?
Wohin sind die Schlösser in Wolken, wohin sind all meine Kinder?
Geblieben von euch allen, ist nur ein einziger Schinder.
Sein Name ist Mensch und ich kann‘s nicht verstehen,
wie konnte all dies passieren, wie konnte all dies geschehen?
Ihr habt vergiftet all meine Flüsse, gerodet all meine Wälder,
gemacht die Täler zu Wüsten, vernichtet Wiesen und Felder,
dies Alles es wurzelt, in eurer Habsucht und Gier,
in eurer Dummheit und Gleichmut, in mangelnder Achtung vor mir.
Erstorben sind lang schon, die Schreie all meiner Wesen,
sie sind vergangen, verstummt und werden nimmer genesen,
dort wo Frieden und Liebe, hat die Herzen betört,
dort hat der Mensch voller Gleichmut, jegliches Wunder zerstört.
Was tatet ihr törichten Narren, ich glaube es kaum,
denn mit jedem meiner Kinder, starb für euch gleichfalls ein Traum,
eine Hoffnung und Sehnsucht, in der ihr fandet das Glück,
doch genau wie all meine Kinder, kehrt für euch nichts mehr zurück.
Ohne Glanz eure Augen, eure Blicke so leer,
euer Herz ohne Reue, eure Seelen so schwer.
Ihr huldigt der Technik, seid der Wissenschaft ergeben,
doch bereichert all Dieses denn wirklich das Leben?
Ich hätte niemals erahnt, das ihr seid alle verblendet,
ihr habt das Gute zerstört, und das was rein war, geschändet,
ihr sagt euch los, vom göttlichem Gefüge,
und euer Leben ist nur noch, eine geistlose Lüge.
Doch für all eure Taten, da trifft euch mein Zorn,
ich will euch alle vertilgen und beginnen von vorn,
mit furchtbarer Urkraft, von Zeit und Natur,
vernichte von euch, ich jegliche Spur.
Nur eine Tochter der Eva, die aufrecht und gut,
sie will ich verschonen, vor all meiner Wut,
ein Sohn nur des Adam, der ehrfürchtig ist und rein,
er soll überleben, beschützt ganz allein.
Und wenn dann verrauscht ist, mein heiliger Zorn,
beginnt der Kreislauf des Lebens, noch einmal von vorn,
dann schenk ich der Erde, ein ganz neues Glück,
und all meine Kinder sie kehren zurück.
----- By Dark Poet Of The Night (11.07.2015) -----