Götterchaos in drei Teilen (III)
Was vom Lärm bleibt: Nachhall, Kälte, ein letzter Funken.
Wenn das göttliche Getöse
endlich in sich zusammensackt,
bleibt über den Säulen
ein Nachhall,
dünn wie Restlicht
im ausgeatmeten Äther,
den keiner ordentlich verlassen hat.
Die Götter schweigen.
Zeus bleibt übrig,
den Blitz neben sich,
als wüsste selbst er
nicht mehr genau,
wofür er noch taugt.
Ein Rest von Ordnung
glimmt noch
im ausgekühlten Himmel,
mehr Gewohnheit als Größe,
ein Puls,
der nicht überzeugen will,
aber auch nicht ausgeht.
Vielleicht Hoffnung.
Vielleicht bloß
die alte Unsitte,
selbst dem Schaden
noch Form zu geben.
Und irgendwo
zwischen einem müden Stern
und einem Gott,
der seinen Einsatz verpasst hat,
streicht einer
dem Himmel die Falten glatt
und sieht sich kurz um,
als müsse auch das
noch abgenommen werden.
Jedes Epos
kann nicht nur lärmen.
Am Ende bleibt ihm
nichts Besseres übrig,
als einen kleinen Funken
durch die bittergrüne Nacht
zu tragen.

Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
Teil I
Teil II
Was vom Lärm bleibt: Nachhall, Kälte, ein letzter Funken.
Wenn das göttliche Getöse
endlich in sich zusammensackt,
bleibt über den Säulen
ein Nachhall,
dünn wie Restlicht
im ausgeatmeten Äther,
den keiner ordentlich verlassen hat.
Die Götter schweigen.
Zeus bleibt übrig,
den Blitz neben sich,
als wüsste selbst er
nicht mehr genau,
wofür er noch taugt.
Ein Rest von Ordnung
glimmt noch
im ausgekühlten Himmel,
mehr Gewohnheit als Größe,
ein Puls,
der nicht überzeugen will,
aber auch nicht ausgeht.
Vielleicht Hoffnung.
Vielleicht bloß
die alte Unsitte,
selbst dem Schaden
noch Form zu geben.
Und irgendwo
zwischen einem müden Stern
und einem Gott,
der seinen Einsatz verpasst hat,
streicht einer
dem Himmel die Falten glatt
und sieht sich kurz um,
als müsse auch das
noch abgenommen werden.
Jedes Epos
kann nicht nur lärmen.
Am Ende bleibt ihm
nichts Besseres übrig,
als einen kleinen Funken
durch die bittergrüne Nacht
zu tragen.

Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
Teil I
Teil II