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Feedback jeder Art Ich, als Erinnerung

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  • Berthold
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Nuancen von mir, die im Lichte verblassen,
als scheue Besucher der Peripherie.
Ich leb hinter Ecken von Straßen und Gassen,
auf denen du wandelst, drum siehst du mich nie.

Vertrauter Geruch der verschütteten Jahre,
als sterbende Fährte in Stadtemission.
Solange ich mich als Geheimnis bewahre,
bin ich nicht viel mehr, als ein Rest Pheromon.

Und wo du auch hingehst, bin ich schon entschwunden,
ein alter Gedanke, so nah und doch fern.
Ich bin dir voraus, wenn auch nur für Sekunden,
ein klingelndes Glöckchen in Chaos und Lärm.

Du kannst mich nicht greifen, ich bleibe stets vage,
ein fremdes und dennoch bekanntes Gefühl.
Die Antwort auf eine vergessene Frage,
ein Blick, der vertraut ist im Menschengewühl
 
Hallo Pennywise,

ich finde Dein Gedicht sehr schön und ich möchte etwas dazu schreiben, also ... Ich denke, dass das lyrische Ich als flüchtige und körperlose Spur, die nur als ein Schatten von etwas, dargestellt wird und bleibt für andere unsichtbar, zwischen Nähe und Abwesenheit(?), oder ...?

Sehr schön gedichtet, danke.

Viele Grüße
Dawid Aleksander
 
Hi Aleksander,
ja, damit liegst du nicht so falsch. Es könnte als Erinnerung interpretiert werden. So als ob man an bestimmte Orte kommt und sich an eine Zeit erinnert, als noch jemand anderes mit dabei war. Und dann scheint man etwas wahrzunehmen, nur flüchtig, weil andere Dinge diese Spuren überdecken. Andererseits wäre auch eine spirituellere Deutung möglich.

Lieben Gruß
 
Hallo Pennywise,

dein Gedicht gefällt mir, obwohl es für mich schwer zu fassen ist; es hat einen beschwingten Rhythmus (ob Daktylen mit Auftakt oder Amphibrachys, hm, das werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr klar unterscheiden lernen. Sei's drum. Auf jeden Fall beschwingt.)

Bei der Antwort auf die Frage, wovon dein Werk handelt, reicht mir der Titel freundlich die Hand:
„Ich, als Erinnerung“. Wenn ich es richtig lese, gibt also das LI die Erinnerung – eine spannende
Perspektive. Und auch ein klein wenig kompliziert:
Ich bin dir voraus, wenn auch nur für Sekunden,
Hm. Möglicherweise ist dein Gedicht also doch nicht aus Perspektive der Erinnerung geschrieben?!

Wie auch immer ...

Gegenwärtiges und Vergangenes scheinen einander zu umkreisen, einander zu bedingen und -
lege ich das lebendige Metrum deines Werkes zu Grunde, ein gutes Verhältnis zueinander zu
haben bzw. miteinander zu pflegen.

Insgesamt bleibt in deinem Gedicht für mich eine gewisse Unschärfe; etwas was ich mag.

Gern gelesen und über deine spannenden Verse spekuliert. 🙂

LG, Berthold
 
  • Berthold
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