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Man tanzt in der Stadt auf vergänglichem Grund,
die Front noch steht — doch wankt sie ohne Zeichen.
Der Krieg trifft uns alle in dieser Stund,
kein Ort bleibt, dem Schicksal zu weichen.

Die Tochter beweint den Bruder, den Vater,
die Frau sieht die Zukunft verhüllt und grau.
Wir ziehn in den Kampf — wer bleibt, wer kehrt wieder?
Das Schicksal allein kennt den Weg genau.

Wir tragen die Last der gefallenen Brüder,
der Krieg ist Verrat am lebendigen Tag.
Salz brennt in den Augen — doch singen wir Lieder,
solang uns die Erde noch tragen vermag.

Wer bist du? — Die Frage bleibt ewig offen.
Was war, ist zerstört — auch das redende Wort.
Doch Liebe bleibt uns, das einzige Hoffen,
sie trägt uns — von hier bis zum schweigenden Ort.

Oleksandr Verbytskyi (c)
 
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