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Feedback jeder Art Kaltes Stein

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Ich glaube an Liebe, sie heilt jede Wunde,


doch meist bleibt sie fern, nur ein Traum ohne Kunde.


Sie flüstert mir zu: Du bist niemals allein,


doch nachts schreit die Angst: Du wirst immer so sein.


Sie schenkt mir ein Licht, das den Morgen verspricht,


doch brennt es zu stark, und am Ende bleibt nichts.


Sie sagt: Halte fest, alles findet sich ein,


doch lehrt mich die Zeit, wie vergänglich wir sein.


In ihr liegt ein Sinn, der das Leben erhebt,


doch auch eine Klinge, die tief in mir lebt.


Ich hoffe, sie bleibt und zerbricht nicht im Fall,


doch Liebe ist Hoffnung — und Hoffnung ist schmal.


Ich liebte dich oben, wo Träume noch schweben,


wo Worte wie Flügel mein Herz sanft erheben.


Du nanntest es Ewigkeit, flüstertest „bleib“,


doch lächelnd ließest du los — und ich fiel in dein Schweigen hinein.


Deine Lippen versprachen mir Himmel und Zeit,ein Atemzug Nähe, so endlos und weit.


Die Welt hielt den Atem, ich glaubte dir ganz,noch trug mich dein Lächeln im schwebenden Glanz.


Dann löstest du sanft deine Hände von mir,ein Kuss wie ein Abschied — so zärtlich wie wir.


Ich fiel, ohne Schrei, ohne Rettung, ohne Halt,denn Liebe ist schön … und der Boden ist kalt.


Wir liebten uns leise, nur Gedanken berührten sich sacht,aus Worten bauten wir Himmel, aus Blicken eine Macht.


Ich glaubte an Morgen, an „bald“ und an „wir“,an Seelen, die finden, auch ohne ein Hier.


Doch Liebe aus Worten kann stürzen wie Stein,denn was nie mich hielt, ließ mich fallen allein.
 
Hallo FeuerNebelHain2007,

Ein interessanter Übergang von der allgemeinen Betrachtung der Liebe zu einer konkreten Beziehung des lyrischen Ichs. Mir gefallen einige deiner Bilder sehr.
Ich glaube, du bist auf einem guten Weg, wenn du an der Lyrik dran bleibst. 🙂

Ich bin ja auch noch nicht allzu alt und fühle mich in einigen Zeilen an meine früheren Gedichte erinnert. Ich hoffe, du erlaubst mir deswegen ein paar kleine Hinweise:
  1. Die Formatierung macht es etwas kompliziert zu folgen. Falls das Absicht ist, fair. Falls es nur ein technisches Missgeschick war, dann geh vielleicht nochmal drüber und entferne ein paar Leerzeilen. 😄
  2. Ich sehe viele Bilder und auch einige korrekte Stilmittel. Gleichzeitig fällt natürlich der ein oder andere Schnitzer auf, weil du dich (zumindest in der ersten Hälfte) ja an ein klassisches Muster hältst.
    Das ist auch völlig okay, denn das zu beherrschen ist die beste Grundlage! Dir gelingt es auch schon gut den Takt zu halten und die Reime zu setzen.
    Allerdings fühlen sich einige Stellen noch wie Zweckreime an oder wie "ich brauche jetzt was, dann nehme ich das einfach auch wenn es sich nicht so gut reimt". Falls dir das wirklich manchmal passiert, dann versuche lieber es nochmal ein paar Minuten oder Stunden ruhen zu lassen und eine bessere Lösung zu finden. Es besteht sonst immer die Gefahr, dass Lesende es merken!
    Das beste Beispiel sind wohl die beiden Zeilen:
    > Sie sagt: Halte fest, alles findet sich ein,
    > doch lehrt mich die Zeit, wie vergänglich wir sein.
    Entweder verstehe ich nicht richtig oder du hast dich in der Konjugation vertan oder du hast die Sprache hier wirklich sehr weit gedehnt, um einen Reim zu bekommen. 😄
    Korrekt wäre hier ja "wie vergänglich wir sind" oder sowas wie "wie vergänglich wir sein können".
    An so einer Stelle bleibt man schnell hängen beim Lesen und wenn das nicht von dir beabsichtigt ist, ist das natürlich schade für das Gedicht.
  3. Ich weiß, dass das einen immer etwas nervt, aber mein Tipp wäre noch: Versuche mal Sachen zu verdichten, also kürzer zu schreiben und den Punkt in weniger Zeilen festzumachen.
    Nicht, weil das was man kürzt inhaltlich falsch oder unschön wäre, sondern weil die eigentlichen Aussagen dann viel besser zur Geltung kommen.
    Hier darf man natürlich auch beliebig abweichen und jeder findet seinen Stil. Es kann aber auch eine spaßige Übung sein, einfach mal zu versuchen, so knapp wie möglich zu formulieren. Mit der Zeit findet man dann irgendwas zwischen "zu lang" und "zu kurz", das einem selbst gefällt.
    Als Beispiel wäre vielleicht diese Zeile ein Kandidat für eine Straffung:
    > Wir liebten uns leise, nur Gedanken berührten sich sacht, aus Worten bauten wir Himmel, aus Blicken eine Macht.
    Da an dieser Stelle im Gedicht die Zeilen ja eh für sich stehen und rhythmisch/schematisch ja nicht interagieren, könnte man die Zeile sogar einfach rausnehmen. Zumindest für mich persönlich fällt "aus Blicken eine Macht" etwas raus und wirkt irgendwie deplatziert.
    Zumal ja vorher das lyrische Ich schon fällt und eigentlich gar nicht mehr "in der Liebe" ist. Das würde sich gut fortsetzen, wenn direkt die Zeile "Ich glaubte an Morgen ..." folgen würde!
Das soll nur ein kleiner Ausflug sein, wie so jemand wie ich eines deiner Gedichte liest. Ich hoffe, du empfindest das nicht als harsche Kritik, denn so ist es nicht gemeint! Ich hoffe, noch vieles weiteres von dir zu lesen! ☺️

Besonders gefallen hat mir übrigens die Zeile
> wo Worte wie Flügel mein Herz sanft erheben
Da hast du wirklich schön den Ton getroffen.

Und mir ist auch nicht entgangen, dass du die korrekten deutschen Anführungszeichen verwendest. Vielleicht geht das nur auf das Schriftprogramm zurück, dass du nutzt, aber trotzdem will ich es hervorheben. Ich persönlich bin dafür nämlich leider notorisch viel zu faul und nutze meistens "diese hier". 😂
 
  • UniquePanda
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