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Leitkultur

Das Erbe alter Väter ruht in einem tiefen, stillen Quell,
Dort war die Ordnung heilig noch und jedes Herz am Morgen hell.
Es war ein Anker in der Zeit, ein Hort von Würde und Verstand,
Ein gold’nes Band der Treue, das die Seelen fest verband.
Man wusste um den Schutz der Scham, die unsre Souveränität bewahrt,
Und hielt den Geist vor jedem Schmutz in stiller Ehrfurcht rein verwahrt.

Doch heute flackert Neonlicht und frisst die alte Heiligkeit,
Man bietet alles feil im Rausch der gierigen Beliebigkeit.
Das Dopamin regiert den Trieb, das Fleisch wird zur Konsumgestalt,
Und in der Flut der Reize fehlt dem Inneren der feste Halt.
Die Bindung weicht dem schnellen Fick, das „Wir“ verkümmert im Moment,
Weil man im Sog der Medien nur noch das kurz Belohnte kennt.

Was früher Gift und Sünde war, wird nun als Fortschritt laut gepriesen,
Und wer die Tugend hütet, wird als Feind der Welt herausgewiesen.
Man kehrt die Ordnung schamlos um, macht aus der Freiheit einen Zwang,
Und opfert die Persönlichkeit dem lauten, hohlen Massendrang.
Der Schutzraum wird mutwillig zerstört, die Grenze bricht mit jedem Klick,
Wir tauschen unser Erbe ein gegen den falschen, sündhaften Augenblick.

Wer noch nach wahrer Ordnung sucht und still die alten Werte vertritt,
Der geht im Takt der neuen Zeit den falschen Weg der Masse nicht mit.
Man nennt sie ewig-gestrig nur, weil sie die Wahrheit tief noch spüren,
Und sich von dieser dunklen Nacht nicht in den Sündenpfuhl verführen.
Doch tief im Innern, unbesiegt, brennt noch ein Licht mit steter Kraft,
Das uns die Führung Gottes schenkt und Ordnung in der Seele schafft.
 
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