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Nur Kommentar Meister von Morgen

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  • evermore
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Hallo Juls,

ich finde den Gedanken spannend, dass sich das Schreiben verändern lässt, die Gefühle aber gleich bleiben.

Beim Lesen kam mir noch eine andere Perspektive: Ich habe es oft eher so erlebt (und kenne das auch aus anderen Kontexten), dass gerade das Schreiben selbst das innere Erleben mitverändert, dass sich Gefühle dabei sortieren, verschieben oder sogar erst richtig greifbar werden.

Hier liegt eine interessante Spannung: dass man einerseits versucht, über Sprache Zugriff auf das Eigene zu bekommen, während sich andererseits nicht alles so leicht formen lässt.

Dein Gedicht hat mich auf jeden Fall genau darüber nachdenken lassen 🙂

Liebe Grüße,
evermore
 
Lieber Perry und Evermore. Ich habe gestern ein älteres Gedicht von mir gelesen und da kamen mir obige Gedanken in den Sinn.

Was, wenn ich das Gedicht von damals umschreiben würde, hier und da ein Wort ändere? Mir wäre wichtig, dass das Gefühl, welches mich früher zum Schreiben trieb, erhalten bliebe, denn wie Perry sagt, das Aufschreiben hält die Empfindungen fest.

Dein Einwand, Evermore, trifft es ebenfalls. Die Gefühle ändern sich beim Schreiben und späteren Lesen, weil man mit dem Schreiben verarbeitet. Vielleicht sollte ich eher ein neues Gedicht aus der jetztigen Gefühlslage heraus verfassen, statt am alten Text etwas zu ändern.

Würdet Ihr Eure früheren Texte umschreiben, um sie dadurch evtl. zu verbessern, auch auf die Gefahr hin, die Stimmung zu zerstören bzw. zu verändern?

Danke für das einfühlsame Lesen und Eure Meinungen zu dem Gedicht und auch Dir, liebe Chilicat für das Like.

Liebe Grüße Juls
 
Guten Abend liebe Juls,

spannende Frage!
Ich glaube, ich würde ältere Texte aus heutiger Perspektive eher selten grundlegend umschreiben. Für mich sind sie oft so etwas wie Momentaufnahmen, sie tragen die Stimmung und Perspektive von damals in sich. Wenn ich zu viel daran verändere, habe ich manchmal das Gefühl, dass genau das verloren geht, was sie ursprünglich getragen hat.
Früher habe ich an meinen Gedichten oft sehr lange „herumgedoktort“, bis ich irgendwann gar nicht mehr genau wusste, was der ursprüngliche Impuls eigentlich war.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass sich mein Blick beim späteren Lesen verändert. Dinge wirken anders, vielleicht klarer oder auch distanzierter. In solchen Momenten reizt es mich eher, aus der aktuellen Gefühlslage heraus etwas Neues zu schreiben, statt das Alte nachträglich zu verändern. Oder es weiterzudenken, wenn es sich anbietet. Für mich haben beide Wege ihren eigenen Wert, aber ich persönlich neige inzwischen eher zum Neuschreiben als zum Umschreiben. Dabei speichere ich immer die Versionen unter den jeweiligen Daten ab - ganz spannend, sie dann vergleichen zu können.

Liebe Grüße
evermore
 
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