In drei Teilen.
Inspiriert von einem Frühstück,
das sich nicht an die Regeln hielt.
Teil I
Teil II
III. Das Gleichnis wird lyrisch und nimmt es persönlich
Wie wenn —
Nein.
Das Gleichnis weicht zurück.
„Nicht schon wieder.
Ich bleibe Prosa.
Trocken.
Gerade.
Unbesungen.“
Doch dann passiert es.
Ein Atem.
Ein Bruch.
Ein Vers.
sanft fällt die ananas
in den weißen morgen
ein stachelkranz aus sonne
knistert im joghurt
Das Gleichnis schreit:
„Nein!
Das war Lyrik.
Ich habe es gehört.“
Aber es ist zu spät.
kirschen
kleine herzen
rot schlagend
im schalenlicht
„Schalenlicht?
Wer hat Schalenlicht gesagt?
Ich war das nicht.“
Die Lyrik geht weiter.
cantaloupe
kleiner planet
im weißen grund
zu süß
für seine umlaufbahn
Das Gleichnis schlägt um sich.
„Ich bin nicht süß.
Ich habe keine Umlaufbahn.
Ich bin Satzbau.“
Doch die Schale hört nicht auf.
müsli wie regen
auf einem alten dach
kurz laut
dann weich
Das Gleichnis sitzt nun still.
Beleidigt.
Verraten von der eigenen Sprache.
„Ich wollte nur
ein normales Gleichnis sein.“
Da flüstert das Gedicht:
du warst schön
ohne es zu wollen
Das Gleichnis:
„Halt den Mund.“
Am Ende war das Tuttifrutti erledigt.
Der Joghurt ruhte philosophisch.
Die Banane behauptete,
sie sei jetzt ein Komet im Ruhestand.
Die Ananas gab Interviews.
Die Kirschen gründeten eine Schule.
Das Müsli schrieb ein Manifest
gegen das Verrührtwerden.
Und das Gleichnis saß in der Ecke
und murmelte:
„Ich wollte doch nur
ein ganz normales Gleichnis sein.“
Der Kühlschrank schloss die Tür
mit der Würde eines Titanen,
der genug von Literatur hat.
Morgen gibt es wieder normales Frühstück.
Vielleicht.
Fortsetzung folgt.
Der Kühlschrank schweigt noch.
Vorerst.
Inspiriert von einem Frühstück,
das sich nicht an die Regeln hielt.
Teil I
Teil II
III. Das Gleichnis wird lyrisch und nimmt es persönlich
Wie wenn —
Nein.
Das Gleichnis weicht zurück.
„Nicht schon wieder.
Ich bleibe Prosa.
Trocken.
Gerade.
Unbesungen.“
Doch dann passiert es.
Ein Atem.
Ein Bruch.
Ein Vers.
sanft fällt die ananas
in den weißen morgen
ein stachelkranz aus sonne
knistert im joghurt
Das Gleichnis schreit:
„Nein!
Das war Lyrik.
Ich habe es gehört.“
Aber es ist zu spät.
kirschen
kleine herzen
rot schlagend
im schalenlicht
„Schalenlicht?
Wer hat Schalenlicht gesagt?
Ich war das nicht.“
Die Lyrik geht weiter.
cantaloupe
kleiner planet
im weißen grund
zu süß
für seine umlaufbahn
Das Gleichnis schlägt um sich.
„Ich bin nicht süß.
Ich habe keine Umlaufbahn.
Ich bin Satzbau.“
Doch die Schale hört nicht auf.
müsli wie regen
auf einem alten dach
kurz laut
dann weich
Das Gleichnis sitzt nun still.
Beleidigt.
Verraten von der eigenen Sprache.
„Ich wollte nur
ein normales Gleichnis sein.“
Da flüstert das Gedicht:
du warst schön
ohne es zu wollen
Das Gleichnis:
„Halt den Mund.“
Kleines NachspielAm Ende war das Tuttifrutti erledigt.
Der Joghurt ruhte philosophisch.
Die Banane behauptete,
sie sei jetzt ein Komet im Ruhestand.
Die Ananas gab Interviews.
Die Kirschen gründeten eine Schule.
Das Müsli schrieb ein Manifest
gegen das Verrührtwerden.
Und das Gleichnis saß in der Ecke
und murmelte:
„Ich wollte doch nur
ein ganz normales Gleichnis sein.“
Der Kühlschrank schloss die Tür
mit der Würde eines Titanen,
der genug von Literatur hat.
Morgen gibt es wieder normales Frühstück.
Vielleicht.
Fortsetzung folgt.
Der Kühlschrank schweigt noch.
Vorerst.
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