In drei Teilen.
Inspiriert von einem Frühstück,
das sich nicht an die Regeln hielt.
I. Das entgleiste Gleichnis
Wie wenn im wirbelnden Äther,
dort, wo die Sterne sich streiten,
wer zuerst die Nacht durchbohren darf,
eine halbierte Banane,
trotzig wie Achill im Zorn,
sich gegen die Gravitation stemmt
und ruft:
„Ich bin der gelbe Speer des Kosmos!“
So hebt der Sterbliche seinen Löffel,
als dirigiere er ein intergalaktisches
Frühstücksorchester.
Und wie, wenn Ananasstücke,
Töchter der tropischen Sonne,
in stachligen Panzerhemden aufbrechen,
um gegen die Finsternis zu kämpfen,
die sich in Form eines schlecht gelaunten Kühlschranks
seit drei Tagen durch die Küche brummt —
so stürzt sich die Ananas in den Joghurt,
als müsse Troja ein zweites Mal brennen.
Und wie, wenn Kirschen,
rubinrot wie die Pupillen
eines übermüdeten Dionysos,
plötzlich eine philosophische Schule gründen
und dort lehren,
alles Sein sei im Grunde nur:
Fruchtfleisch in Erwartung des Falls.
So fallen sie in die Schale.
Ein kleiner Chor
aus existenzieller Süße.
Und wie, wenn die Cantaloupe,
rund und orange wie ein kleiner Planet,
der zu spät zur Schöpfung kam,
im Stillen beschließt,
nicht Frucht,
sondern Weltkörper zu sein —
so liegt sie im Joghurt,
weich,
süß
und gefährlich überzeugt
von ihrer Bedeutung.
Und wie, wenn das Müsli,
diese knusprige Legion aus Körnern,
sich gegen den Löffel erhebt
und ruft:
„Wir sind die Kinder des Feldes!
Wir lassen uns nicht verrühren!“
So rieselt es hinein.
Ein Aufstand aus Hafer.
Kurz.
Trocken.
Aussichtslos.
Schwerkraft bleibt Schwerkraft.
So mischt der Sterbliche seine Schale,
als wäre sie Schlachtfeld,
Planetensystem,
Theater,
Orakel,
Missverständnis,
Epos,
Unfall
und Wunder.
Alles zugleich.
Wie Frühstück eben ist,
wenn es zu viel will.
Fortsetzung folgt
(Das Gleichnis, das kündigt).
Inspiriert von einem Frühstück,
das sich nicht an die Regeln hielt.
I. Das entgleiste Gleichnis
Wie wenn im wirbelnden Äther,
dort, wo die Sterne sich streiten,
wer zuerst die Nacht durchbohren darf,
eine halbierte Banane,
trotzig wie Achill im Zorn,
sich gegen die Gravitation stemmt
und ruft:
„Ich bin der gelbe Speer des Kosmos!“
So hebt der Sterbliche seinen Löffel,
als dirigiere er ein intergalaktisches
Frühstücksorchester.
Und wie, wenn Ananasstücke,
Töchter der tropischen Sonne,
in stachligen Panzerhemden aufbrechen,
um gegen die Finsternis zu kämpfen,
die sich in Form eines schlecht gelaunten Kühlschranks
seit drei Tagen durch die Küche brummt —
so stürzt sich die Ananas in den Joghurt,
als müsse Troja ein zweites Mal brennen.
Und wie, wenn Kirschen,
rubinrot wie die Pupillen
eines übermüdeten Dionysos,
plötzlich eine philosophische Schule gründen
und dort lehren,
alles Sein sei im Grunde nur:
Fruchtfleisch in Erwartung des Falls.
So fallen sie in die Schale.
Ein kleiner Chor
aus existenzieller Süße.
Und wie, wenn die Cantaloupe,
rund und orange wie ein kleiner Planet,
der zu spät zur Schöpfung kam,
im Stillen beschließt,
nicht Frucht,
sondern Weltkörper zu sein —
so liegt sie im Joghurt,
weich,
süß
und gefährlich überzeugt
von ihrer Bedeutung.
Und wie, wenn das Müsli,
diese knusprige Legion aus Körnern,
sich gegen den Löffel erhebt
und ruft:
„Wir sind die Kinder des Feldes!
Wir lassen uns nicht verrühren!“
So rieselt es hinein.
Ein Aufstand aus Hafer.
Kurz.
Trocken.
Aussichtslos.
Schwerkraft bleibt Schwerkraft.
So mischt der Sterbliche seine Schale,
als wäre sie Schlachtfeld,
Planetensystem,
Theater,
Orakel,
Missverständnis,
Epos,
Unfall
und Wunder.
Alles zugleich.
Wie Frühstück eben ist,
wenn es zu viel will.
Fortsetzung folgt
(Das Gleichnis, das kündigt).