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Feedback jeder Art nacht überm tag

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nacht überm tag

das weiße rauschen eines wasserfalls im ohr
drängt sich meeresbrausen ins gegenwärtige ich
flüchte ins halbrund einer klippengesäumten bucht

auf den felskanten krächzen kormorane warnen
vor sturmfluten während ich mit geschlossenen
lidern von einem opalblauen himmel träume

mit schreimöwen durch den tag zu kommen ist
bei den zunehmenden weltkonflikten nicht leicht
da bleibt nur das eigene schleppnetz zu kappen
 

Anhänge

Hallo Rudolf Fritz,
ja, wir sollten das Schöne um uns nicht aus dem Auge verlieren, aber wenn wir das Belastende in uns nicht klären, können wir auch nicht mit dem Äußeren klarkommen!
Danke fürs "Licht in die Nacht bringen" und LG
Perry
 
Lieber Perry, bei der Überschrift und in der Kategorie dachte ich sofort an schwarze Ölwolken. Irgendwie scheinen die Kriegsherren ziemlich umnachtet. Uns, denen es vergönnt ist, bleibt am Ende nur, uns von dem abzuwenden, was nicht gut tut und hin zu dem Schönen, dem Balsam für die Seele. Deine Zeilen sind wie immer sehr gut formuliert und schaffen trotz des letztlich unschönen Themas Atmosphäre.

Liebe Grüße Juls
 
Hallo Juls,
ja, brennende Ölfelder können real und im übertragenen Sinn den Tag trüben. Weltkonflikte lassen sich derzeit nur schwer friedlich lösen, deshalb sollten wir wenigstens im eigenen Umfeld versuchen verständnisvoll miteinander umzugehen!
Danke fürs Gefallen und LG
Perry
 
Moin @Perry,

dein Text hat sofort Sog.
Dieses Ineinander von Innen- und Außenwelt, von Ohrrauschen,
Meer, Bucht, Vögeln und Weltlage, ist stark gemacht.
Man weiß beim Lesen nie ganz: Ist das Landschaft, Erinnerung, Traum oder Überforderung?
Genau das gibt dem Gedicht Spannung.

Die Bilder sind nicht einfach nur schön, sie kippen ständig:
Kormorane warnen, Schreimöwen tragen den Tag, und über allem liegt etwas Unruhiges, Bedrängendes.
Das Meer wird hier nicht zur Flucht, sondern zum Resonanzraum der Gegenwart.

Und die letzte Zeile bleibt hängen:
„da bleibt nur das eigene schleppnetz zu kappen“
Ein hartes Bild – nach Rückzug, Selbstschutz, vielleicht auch nach Befreiung durch Verlust.

Ein dichtes Vers libre mit rauer Küstenluft und innerem Druck.

LG Driekes
 
Hallo Driekes,
besser hätte auch ein Verlagslektor den Text nicht interpretieren können. 😉
Was das Schleppnetz anbelangt, hast Du einige Möglichkeiten angesprochen, Ich hatte die Lösung von Problemen im persönlichen Umfeld im Sinn!
Danke fürs positive Feedback und LG
Perry
 
  • Perry
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