Du gehst durch Räume, die dich nicht mehr kennen,
durch Türen, hinter denen niemand wacht.
Du siehst, wie Sterne in der hohlen Nacht
wie letzte Briefe toter Götter brennen.
Der Engel, der einst über deinen Schlaf
sich beugte wie ein dunkles, schweres Lieben,
liegt nun zerstreut, und nichts ist dir geblieben
als jenes Schweigen, das auch diesen traf.
Und Gott? – Ein Wort, das deine Zunge quält,
ein leerer Mund vor einem leeren Tor,
ein Echo, das den eignen Klang verlor,
die Asche in der ausgebrannten Welt.
Du selbst – ein Haus, durch das die Stunden gehen
wie schwarze Schwestern, schweigend, ohne Brot,
und jeder Spiegel zeigt den eignen Tod,
zurückgeworfen aus dem stummen Sehen.
Und alles, was du warst, zerfällt zu Staub,
zu Schmerz in einem Blick, der nichts mehr kennt
als jenen Horizont, der fern und ferner brennt
und sich entzieht aus einem rotgeweinten Aug.
Du stehst am Ufer, nackt, ein Schatten nur,
und über dir, in unermessnen Stufen,
schweigt sich der Himmel fort von allem Rufen –
verloschen jeder Stern und jede Spur.
Doch horch: im Schutt, wo alle Götter ruhn,
in deinem Innersten erwacht
ein Pochen, dunkel, schwer und kühn wie eine Wehe in der Schlacht.
Oh Mensch, gib Acht! Was spricht die tiefe Mitternacht:
So wie du werden willst,
so sollst du tun.
Text dve
Musik ki
durch Türen, hinter denen niemand wacht.
Du siehst, wie Sterne in der hohlen Nacht
wie letzte Briefe toter Götter brennen.
Der Engel, der einst über deinen Schlaf
sich beugte wie ein dunkles, schweres Lieben,
liegt nun zerstreut, und nichts ist dir geblieben
als jenes Schweigen, das auch diesen traf.
Und Gott? – Ein Wort, das deine Zunge quält,
ein leerer Mund vor einem leeren Tor,
ein Echo, das den eignen Klang verlor,
die Asche in der ausgebrannten Welt.
Du selbst – ein Haus, durch das die Stunden gehen
wie schwarze Schwestern, schweigend, ohne Brot,
und jeder Spiegel zeigt den eignen Tod,
zurückgeworfen aus dem stummen Sehen.
Und alles, was du warst, zerfällt zu Staub,
zu Schmerz in einem Blick, der nichts mehr kennt
als jenen Horizont, der fern und ferner brennt
und sich entzieht aus einem rotgeweinten Aug.
Du stehst am Ufer, nackt, ein Schatten nur,
und über dir, in unermessnen Stufen,
schweigt sich der Himmel fort von allem Rufen –
verloschen jeder Stern und jede Spur.
Doch horch: im Schutt, wo alle Götter ruhn,
in deinem Innersten erwacht
ein Pochen, dunkel, schwer und kühn wie eine Wehe in der Schlacht.
Oh Mensch, gib Acht! Was spricht die tiefe Mitternacht:
So wie du werden willst,
so sollst du tun.
Text dve
Musik ki