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Feedback jeder Art Père Lachaise – Garten der Namen

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Père Lachaise, ein Garten vieler Zeiten,
wo Wege durch Erinnerungen gleiten.
Ein Stolz der Stadt, von Dämmerung umwogen,
wo Stein und Moos die Zeit ins Heute zogen.

Ich trat zu Morrison, suchte sein Schweigen,
ließ mir von Max Ernst den stillen Umweg zeigen,
durch Schatten, Kunst und ruhiges Verwehen,
wo alte Bäume ihre Mythen säen.

Die Gräber – Formen, hingehaucht ins Licht
und jedes ist ein stummes Gedicht.
Piafs Stimme liegt im Wind so sacht,
Chopin träumt Töne in die Nacht.

So wandert’ ich durch dieses Reich,
wo Ruhm und Erde werden gleich.
Und all die Namen, fern und groß zuvor,
sie bleiben in mir ein leiser Chor.
 
Hallo @Max Vödisch

Schöne Eindrücke werden hier beschrieben in deinen Zeilen, mit einem Hauch Melancholie. Oder gar schon nostalgischen Gefühlen?
Bis auf: "...wo Ruhm und Erde werden gleich" Dieser Satz wirkt doch zu sehr Reimgezwungen beim lesen für mich, habe ich aber sonst nichts zu meckern.
Gefällt mir ganz gut.

LG JC
 
Lieber JC,

danke dir für dein genaues Lesen. Mit der Zeile „wo Ruhm und Erde werden gleich“ wollte ich ausdrücken, dass selbst großer Ruhm am Ende in dasselbe Schicksal mündet – Tod und Rückkehr zur Erde. Nicht der Reim stand für mich im Vordergrund, sondern dieser Gedanke der Gleichheit.

Umso schöner, dass dich das Gedicht insgesamt angesprochen hat.

Lieber Rudolf,

danke für deine Gedanken dazu. In meinem Empfinden liegt die Kraft dieses Ortes gerade in seiner Stille – trotz der großen Namen. Die Stimmen, der Mythos und das Weiterleben verblassen dort für mich, und zurück bleibt ein leiser, ruhender Raum.
Genau dieses Schweigen wollte ich einfangen.

Herzliche Grüße
Max
 
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