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"Gott ist tot!", ruft Nietzsche, und kaum sind die Worte verklungen,​
Stürzt ein Engel herab, himmelherab; und ein Schrei!​
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Zuletzt bearbeitet:
Moin,
in einem unveröffentlicht gebliebenen >> Vorwort an Richard Wagner <<, das er ursprünglich >>der Geburt der Tragödie<< voranstellen wollte, sprach er von einem >>zukünftigen Helden der tragischen Erkenntnis (...), auf dessen Stirne der Abglanz jener griechischen Heiterkeit liegt, jener Heiligenschein, mit dem eine noch bevorstehende Wiedergeburt des Alterthums inaugurirt wird, die deutsche Wiedergeburt der hellenischen Welt.<< (Nietzsche, also sprach Zarathustra S.64). (Zitat: Herfried Münkler, Marx, Wagner, Nietzsche - Welt im Umbruch, Rowohlt, Seite 189)
Nun, dein metrisch perfekt komponiertes Disti' ist voll mit,
Gott ist lebendig, und Bäm! fiel ein Engel herab!
Moin Ferdi​
 
Moin, es erfolgte eine Anpassung des Epigramms um 17:44, ich schrieb meinen ersten Kommi um 16:19.
Ich meine Nietzsche konnte durchaus "rufen", aber als Erimit war die Feder, mit welcher er vlt. mehr tupfte' als schrieb, aufgrund seiner argen Sehschwäche, Mittel der Wahl. In seinen letzten Jahren war er auf Hilfe angewiesen, Heinrich Köselitz stand ihm zur Seite, Nietzsche nannte ihn "seinen" Peter Gast. Der Peter war einer der wenigen die überhaupt seine Schrift lesen konnten, vlt., ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, der einzige...
Dieser Peter wurde von Nietzsches Schwester Elisabeth bekanntlich an die Seite geschoben...
Ich meinte anhand deiner Vorversion erkennen zu können, das jene historischen Umstände mit einflossen... ich las in der Mittelposition des Spondeus, meine ich, nicht "ruft", sondern ...??? Wie auch immer, dein Epigramm ist ein tiefer Brunnen, feinste Sahne Fischfilet.
Ich setze nochmal die Noten:


"Gott ist tot!", ruft Nietzsche, und kaum sind die Worte verklungen,
Stürzt ein Engel herab, himmelherab; und ein Schrei!

XxXXXxxXxxXxxXx
XxXxxXXxxXxxX

Die Zäsuren sind wuchtig! Inhaltlich wie Soundtechnisch. >>Himmelherab<<, ein christlicher Sound ist zu vernehmen...aber das wolltest du nicht vermitteln, oder?
 
Hallo Napoli op' e Diek,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Das "ruft" muss schon sein als Gegenpol zum "Schrei", denke ich. Der ist (hoffe ich jedenfall) nicht verordnet und zugewiesen und macht dann einige Türen auf / einige Szenarien vorstellbar in HInblick darauf, wer das chreit und warum? "Christlich" ist dabei der kulturelle Hintergrund auf jeden Fall, besonders hervorgehoben wird der christliche Glaube aber nicht, scheint mir.

Vorher stand da "tuft", was natürlich auch ein vertipptes "tupft" hätte sein können ... Was ein schönes Wort ist, hier aber nicht gemeint war.

Hm, wenn ich mir's so überlege: Viele Distichen Nietzsches kommen mir gerade nicht in den Sinn ... Dieses nur, aus der "fröhlichen Wissenschaft":

An die Tugendsamen
Unseren Tugenden auch soll’n leicht die Füße sich heben:
Gleich den Versen Homers müssen sie kommen und geh’n!


Was ja schon einmal nach Nietzsche klingt.

Gruß,

Ferdi
 
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