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Feedback jeder Art Sternphönix

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  • J.W.Waldeck
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Sternphönix


strebe und webe, Sternenphönix
aus dem Staub der Lichtermeere
aus dem ersten ausgebrannten Kern
der sich in der absoluten Leere
zu einer Geschichte gestrickt

stimmgewaltiger Sternphönix
aus improvisierter Protomaterie
auseinander gesetzt -
ineinander erweckt
zu reinem Seelenlicht!

unsterblicher Photonenphönix
im Zentrum jeder Strahlung
im Körper jeder Erfahrung
im Kraftfeld frequenter Signatur
Wunderrose blühender Glut

strahlender Sternphönix du
der einsam vergisst
so lange dein Herz nicht spricht
so lange wird, was würdelos vergeht
und dies ist nicht dein Weg!

Sternphönix energetischer Ewigkeit
Atem, aus der Asche verwehter Arten
fühlender Funke, der schöpferisch reist
aus Kollisionen, Interaktionen und Neuronen
geformter Lebensgeist

Sternphönix immerdar!
in deinem Brennen liegt Erkennen
Leid, das in vielen Todestoren
Liebe gebar - einer vergänglichen Zeit
die sich selbst überschreibt


© J.W.Waldeck 2026

PS; Ich meinte natürlich: einer vergänglichen Zeit.
Entschuldigt den Tippfehler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin @J.W.Waldeck,

dein „Sternphönix“ hat Wucht. Der Text spricht nicht leise, sondern in einer großen,
fast beschwörenden Bewegung – kosmisch, elementar, aufgeladen mit Energie, Materie, Glut,
Strahlung und Verwandlung. Das muss man nicht nur lesen,
das muss man sich fast wie einen Sprechgesang vorstellen.

Stark ist, wie du Naturwissenschaftliches, Mythisches und Geistiges ineinanderziehst.
Protomaterie, Photonen, Neuronen – und daneben Phönix, Seelenlicht, Wunderrose.
Das kann leicht auseinanderfallen, tut es hier aber nicht,
weil alles auf dieselbe Grundbewegung zielt:
Entstehen, Vergehen, Wandlung, neues Erkennen.

Auch der Ton trägt: imperativisch, anrufend, fast liturgisch.
Dadurch wirkt der Sternphönix nicht bloß wie ein Bild,
sondern wie eine innere Figur, eine Kraftgestalt.

Ein Gedicht wie eine kosmische Anrufung.

Gern gelesen.

LG Driekes
 
Hallo @Driekes,

ich habe Glück, einen solchen Kommentar zu ernten.
Ich könnte meine Gedichte, würde ich mich denn loben wollen,
niemals so treffend wiedergeben.
Es hat lange Jahre gedauert, bis dies in mir gereift ist.
Viel Nichtstun das sich nur spirituell auszahlt.

Ich gebe oft alles um dann nur überladenes Zeug zu ernten,
und ja, das kann fast immer auseinander fallen,
wie in Teilchen in einem Beschleuniger.
Das ist der Poet des posthumanen Zeitalters,
meiner Meinung nach.

Mögen Dir drum alle Teilchen gewogen bleiben
und dein bemerkenswerter Scharfsinn mir gewogen.

Ich danke Dir!
LG.,
Waldeck
 
Lieber Waldeck,
sowohl thematisch, als auch in der Umsetzung ist dir dieses Gedicht wirklich brilliant gelungen. Da kann ich mich Driekes nur anschließen. In der Einsamkeis-Strophe musste ich an braune Zwerge denken, die nicht leuchten, weil ihre Energie gerade nicht ausreicht für die innere Zündung. Vielleicht vergehen sie tatächlich würdelos, ohne etwas hervorzubringen. Aber vermutlich haben auch sie ihren Platz im Universum.
Gerne noch mehr Psalmen für Sternenanbeter. Einen schönen Abend noch und alles Gute.
VLG
Peter
 
Jo, Jo Waldeck!

Die Realität kennt keinen Phönix. Vielleicht noch nicht einmal so etwas wie eine Seele. Sie ist nüchtern betrachtet nur ein stummes Geschehen der Dinge. All die Schönheit entsteht erst durch unsere Interpretation und unsere Einordnung der Dinge und im Erkennen der Muster und Abläufe.
So viel zu meiner Ansicht...
Auf deinen Text übertragen bedeutet es für mich: Der Dichter beschreibt all diese Abläufe durch seine Augen und Gedanken und erschafft dadurch Magie mit Worten. Das finde ich, ist dir hier sehr gut gelungen.
Ich finde deinen Spagat spannend, zwischen unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem mythischen das unserem Geist entsprungen ist, aus Äonen der Zeitgeschichte, (Phönix z.B.). Die Interaktion zwischen innerem und äußerem Universum.
Eine perfekte Fusion, so wie ich mir Gedichte vorstelle.

Diese Stelle gefällt mir besonders gut:
Sternphönix energetischer Ewigkeit
Atem, aus der Asche verwehter Arten
fühlender Funke, der schöpferisch reist
aus Kollisionen, Interaktionen und Neuronen
geformter Lebensgeist
Dieser Abschnitt könnte auch als einzelnes Gedicht stehen, fasst er meinen Eindruck perfekt zusammen, wie oben geschildert.

Eines deiner besten Werke. Ich finde es sehr zugänglich geschrieben, aber nicht zu einfach, so dass man auch weiterhin über die Sätze nachdenken muss. Auf alle Fälle hat mir dein Text ein Lächeln in den trüben Morgen gezaubert.

Mes Compliments, sagt Dio dazu. Ich auch!

LG Joshua Coan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @J.W.Waldeck

Dass dein Gedicht super ist, muss ich ja nicht mehr erwähnen…

Zu deinem PS:
Du weißt, dass man unter anderem Rechtschreibfehler selbst korrigieren kann? (Falls es erwünscht ist: auf die drei … tippen, unten neben „Melden“ und auf „Bearbeiten“.)

LG Guenk
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Guenk,

Nein, weiß ich leider nicht, weil ich es bislang nicht sah.
ich lese immer noch besser am PC ohne Brille und erst wenn ich mit der Maus die Region bestreiche,
wie von dir beschrieben erscheint nun auch diese Funktion.
Danke!!!


@Gemeiner Stechapfel,

Du hast jede Menge Geist in deine Antwort gelegt.
Ich könnte Dir einen Roman lang schreiben und erörtern,
warum sich zb. ein Teilchen aus endloser Ferne gleich verhält,
wie das andere.
Über so etwas Rückschlüsse zu ziehen, ist fantastisch
und es fordert wirklich die ganze Fantasie.
Die Betonung liegt auf "wirklich".

Wissenschaftler, die sich auf Quantenphysik spezialisiert haben, vermuten,
dass Menschen mit einer universellen Superintelligenz verbunden sein könnten, die die Realität gestaltet.
Ich bin nicht gläubig aber wissbegierig genug und halte
eine rein energetische Intelligenz ohne körperliche Form für sehr wohl möglich.

Ich könnte das Gedicht in jeder Hinsicht kürzen,
wenn ich nicht die Aussage vermissen würde,
deren Konzept ich folgte.
Es ist interessant zu sehen, was und wie man manches aufnimmt
durch das eigene Weltbild.
Und bei mir ist es leider auch Erfahrung.

Wenn ich nur diese eine Strophe zuließe, würde es die Aussage vermissen,
die darüber hinaus geht.

Kurze Gedichte will ich so weit es geht, in Zukunft vermeiden.
Hat eben etwas mit der Gesellschaft zu tun,
in der wir leben.

Und danke, lieber @Ponorist, für die Augenblicke
deiner Aufmerksamkeit.
Wann konstruieren wir einen Antigrav?
Maschinen die fliegen, indem sie Antischwerkraftfelder benutzen,
das wäre ein Bärendienst für die Umwelt. 😀

So viele wunderbare Nachrichten hatte ich noch nie.
Ich habe mich über alles gefreut.

Vielen lieben Dank an alles Besucher, Leser und Schreibende
gleichermaßen!

Waldeck
 
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