Stolz
Der Stolze läuft mit hohem Haupt,
weil er an sich als Größten glaubt.
weil er an sich als Größten glaubt.
Er schaut auf Andere oft herab,
macht Großes klein und gibt nichts ab.
macht Großes klein und gibt nichts ab.
Er ragt heraus aus jeder Masse
und glaubt an seine große Klasse.
und glaubt an seine große Klasse.
Die Leute doch sie sehn ihn meist
als jemand der die anderen beißt.
als jemand der die anderen beißt.
Als einen der in seinem Wahn
den andern drückt wo er nur kann.
den andern drückt wo er nur kann.
Er lebt so, groß in kleiner Welt,
den andern er gar wenig zählt.
den andern er gar wenig zählt.
So wird der Abstand immer größer
und das Verhältnis auch noch böser.
und das Verhältnis auch noch böser.
Wer zeigt dem Stolzen nun die Schranken,
wer gibt ihm Einsicht, dreht Gedanken?
wer gibt ihm Einsicht, dreht Gedanken?
Denn dieses ist gar ach so schwer,
des Stolzen Bildung liegt so quer.
des Stolzen Bildung liegt so quer.
Der Wandel aber kann gelingen,
wenn gutes Denken wird erklingen.
wenn gutes Denken wird erklingen.
Wenn der Stolz der Güte weicht
und Liebe den Verstand erreicht.
und Liebe den Verstand erreicht.
Den Wert des Anderen gilt´s zu sehen,
dann wird sich auch sein Denken drehen.
dann wird sich auch sein Denken drehen.
Sobald der Stolze dieses lernt,
spürt er, dass er nicht alles kennt.
spürt er, dass er nicht alles kennt.
Merkt, dass ihn sein Stolz macht blind,
das Werte ihm nicht eigen sind.
das Werte ihm nicht eigen sind.
Und manches offene Wort im Glück,
mehr Wert ist als der stolze Blick.
mehr Wert ist als der stolze Blick.
Wenn Güte kann den Stolz ausschalten;
so wird die Einsicht Einkehr halten.
so wird die Einsicht Einkehr halten.
Zusammen kommt man wieder dann,
der Stolze und der einfach Mann.
der Stolze und der einfach Mann.