Verzeih mir, dass ich dich mit der Lable Änderung und meinem Re-Kommentar zu dir zu etwas dränge
was du im Grunde gar nicht wolltest und danke dir für deine Mühe mit der graphischen Erklärung.
Nein, nein, ich liiiiebe es, länger und richtig ausführlich Schritt für Schritt an einem Text zu arbeiten, der mich reizt. Und DAS tut deiner! Nur neige ich leider manchmal aus purer Leidenschaft zur Übergriffigkeit und mache das Thema zu meinem. Deswegen ist es gut, auch andere Stimmen dazu zu hören.
Was ich mir hier vorstellen könnte, wäre ein zweites Gedicht neben dem (für mich gelungenen) Mini. Aus diesem Fragment wäre vielleicht ein eher erklärender, aber trotzdem noch anschaulicher Text herauszuholen:
Versagte ich mir jede Torheit,
ich wär ein Kopf mit Füßen.
Das ist kein Vorschlag, das Beispiel soll nur veranschaulichen, was ich meine. Kann aber sein, dass diese Bildhaftigkeit dir nicht zusagt. Dann liefere doch noch etwas mehr Rohmaterial. Je mehr man zum Bauen zur Verfügung hat, umso gezielter kann man auswählen.
Edit: Nochmal zurück zu deinem Fragment:
Versagte ich mir jede Torheit
inhaltslos wäre des Lebens Reise.
1. Die Torheit würde ich nicht mit dem Ratio-Abschnitt zusammen verbauen, weil da ja schon der Tor drin ist. In einem zweiten Kurzgedicht ginge es natürlich.
2. "Inhaltslos" ist ein sehr abstrakter, für ein Gedicht zu "inhaltsloser" Begriff.
3. Des Lebens Reise ist keine stimmige Metapher, denn die Reise macht nicht das Leben, sondern der Mensch durchs Leben.
Ich würde mich hier auf jeden Fall vom zweiten Vers trennen oder ihn sprachlich verbessern, z.B. "wie fade wär mein Leben".