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Feedback jeder Art Was der Abschied übrig lässt

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Da ist noch kalter Kaffee in der Tasse.
Dein Brot liegt auch noch angebissen da.
Wie ich die Stelle, wo wir enden, hasse,
wird mir in solchen Augenblicken klar.
Im Bad wohnen noch Relikte deiner Nähe.
Die Zahnbürste wird vergeblich auf dich warten.
Wenn ich dein Bleiben künftig auch verschmähe,
such' ich nach stillem Zeugnis ,all' den zarten
Überbleibseln unserer Gewesenheit;
mehr ist leider nicht geblieben.
Ich erinnere mich an viel Kummer und Leid
im bunten Leben, das wir liebten.
Nun leb' ich mit dem kalten Rest.
Erinnerung ist das,
was der Abschied übrig lässt.
 
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Hallo @Chandrika W. ,

ich hoffe, dass nicht nur ein kalter Rest übrig geblieben ist. Es gibt bestimmt auch schöne Dinge, an die sich dein LI gern erinnern mag, aber vielleicht auch nicht und es ist nur ein Wunschgedanke meinerseits.

Lieben Gruß, Letreo
 
Hallo Chandrika,
wenn nur Essensreste und eine Zahnbürste übrigbleiben, dann ist es besser diese zu entsorgen und Platz für frischgebrühten Kaffee und vielleicht eine Munddusche zu schaffen. 😉
LG
Perry
PS: Konstruktiv könnte Ich mir auch
"Ich erinnre mich an viel Kummer und Leid" gut vorstellen!
 
Hallo @Chandrika W.

Die Erinnerung bleibt immer, egal welches Vorzeichen man ihr gibt. Es ist wohl in der Regel eine Mischung aus schön und hässlich, erfreulich und unangenehm. Der Vorteil ist, man kann das Augenmerk auf das Positive lenken, dann bleibt sogar Platz für Dankbarkeit.

LG Teddybär 🐻
 
Hallo , ihr Lieben,
danke für die positive Resonanz zu diesem eher traurigen Gedicht, das bewusst mit dunklen Erinnerungen arbeitet, nicht aus Sentimentalität, sondern aus einer inneren Notwendigkeit heraus. Diese dunklen Wintermonate schlagen mir etwas aufs Gemüt, und da kommen- nach einer gewissen Bilanzierung- manchmal auch unschöne Erinnerungssplitter hoch. Umso mehr schätze ich eure aufmerksame Lektüre und eure aufmunternden und humorvollen Reaktionen. Danke!
L.G. Chandrika
P.S. Perry, du hast - wie immer- recht. Dein Änderungsvorschlag hört sich besser an. Danke!
 
Liebe Chandrika,

deine Verse, die ich gerade las, fangen die schmerzliche Ruhe des Abschieds ein und zeigen, wie alltägliche Relikte der Nähe die Erinnerung wachhalten. Sie vermitteln eine stille, aber tief empfundene Traurigkeit, die den emotionalen Nachhall eines Endes spürbar macht.

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Fehyla
 
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