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Feedback jeder Art Wege nach Hřensko

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  • Marc Donis
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WEGE NACH HŘENSKO
Wanderungslyrik

I - BAD SCHANDAUER ELEGIE
Und fühl' ich mich Engel in Schandau halt sterblich.
Denn ist es das Schöne, das schenket den Reiz.
So wär' auch mein Schmerze wohl nahzu unendlich.
Denn fänd' ich den Ausweg, mein Engel, niemals...
Und fühl' ich mich Engel in Schandau nicht richtig.
Ich lebe, doch fühl' ich, mich wirklich nicht wohl...
Und wäre die Lyrik, mein Herzschlag, nicht wichtig.
Verspüre ich jedoch. Durch Sehnsucht den Groll...

Und fühl' ich mich Engel in Schandau halt sterblich.
Bedeute ich Menschen auch keinen Moment.
So bleibt halt das Schöne in Schandau beständig.
Sodass auch mein Herze durch Schönheit verbrennt.
Und fühl' ich mich Engel in Schandau halt endlich.
Denn tragen die Herzen, man sagt ja, die Last.
Was wäre, wenn wär' auch das Leben bedenklich.
Verzeiht mir. Ich hab' schon mein Leben verpasst.

Und wollen die Felsen mich schließlich bedrängen.
So endet und stirbt hier mein wahres Gemüt.
Selbst Fichten und Föhren. Die Klippen, die engen.
Und bin ich wie tausend von Fliedern verblüht...
So fühl' ich mich Engel in Schandau schon schuldig.
Sodass auch, mein Liebes, das Herze nicht schlägt.
Gehöre ich, Mädchen. Nicht wirklich zu Menschen.
Denn bin ich halt jemand. Der's Schöne nicht trägt...


II - BAD SCHANDAUER ELEGIE II
Und scheint es, als würde mein Herze nicht schlagen.
Als wäre mein Herze, das trag' ich, kein Herz...
Doch will mich das Schöne, mein Engel, nun tragen.
So scheint es, als kannte das Schöne kein Schmerz.
Und scheint es, als würde mein Herze nicht schlagen.
So rührt mich ein bisschen. Ich meine die Schweiz.
Und wenn wir nicht sterben. So wird es auch bleiben.
Dass miss' ich mein Schandau. Leb' wohlig mein Reiz.

Und scheint es, als würde mein Herze nicht schlagen.
Und decken mich Felsen, mein Engel, schon ein.
Wenn Herzen nicht leben, dann werden sie klagen.
Ich fühl' mich trotz Menschen in Schandau allein...
Und scheint es, als würde mein Herze nicht schlagen.
Sodass ich das Schönste füt immer vergaß.
Wie können die Herzen bloß schließlich mich tragen.
Wenn sowas wie Herz ich auch nimmer besaß...


III - HŘENSKO
Ich dachte, ich würde mein Hřensko nie sichten.
Sodass auch die Tage nun kommen und gehen.
Erzählt mir, ihr Straßen, die schönen Geschichten.
Auf Tschechisch, ich bitte. Das werd' ich verstehen.
Ich dachte, ich würde mein Hřensko nie suchen.
Wobei ich die Stadt nun am Ufer schon fand.
Inmitten der Felsen und Schluchten und Buchen.
Verbirgt sich nun etwas, was scheint mir bekannt.

Ich dachte, ich würde mein Hřensko nie sichten.
Und hoff' ich, ich bin hier. Willkommen du Stadt.
Wenn jedoch sich Sorgen und Kummer gewichten.
Dann sag' mir, wer Tschechen errichtet dich hat...
So liegt hier mein Hřensko an Felsen und Buchen.
An Schluchten gelegen. Umschlungen vom Tal.
Und hoff' ich, ich darf dich noch einmal besuchen.
So hoff' ich, ich seh' dich, mein Hřensko, nochmal.


IV - SCHMILKA
Erkennst du mich wieder, du Schmilka, du Liebe.
Denn sind mir die Straßen und Stätten vertraut.
Und wenn mir ein Stücken vom Leben hier bliebe.
Begrüßen mich Bäche und schwingend das Kraut.
Erkennst du mich wieder, du Schmilka, du Schöne.
Ich glaube, ich hab' dich schon wieder vermisst.
Die Menschen, Gelächter. Und jedoch die Töne.
Doch sag' mir, wer wirklich. Unsterblich hier ist...

Erkennst du mich wieder, du Schmilka, du Liebe.
Die Nächte, die kommen und kommen und gehen.
So glaub' ich, ich wäre hier schweigsam ein Diebe.
Denn will ich die Schönheit. Den Anmut verstehen.
Und will ich dich, Schmilka. Für immer nun lieben.
Ich hoffe, ich müsste nach Schandau nicht gehen.
Sodass uns zum Abschied nun Jahre hier blieben.
Ich hoffe, du wirst nun mein Schwinden verstehen.


V - BAD SCHANDAU
Ich glaube, ich würde mein Herze nun missen.
Wenn wär' ich nicht wieder nach Schandau gereist.
Und glaub' ich, mein Leben, das wäre gerissen.
Doch scheint es mitunter, als wär' ich ein Geist.
Ich schreibe und werd' ich für immer entfliegen.
Sodass dann am Ende der Reime verbleibt.
So hoff' ich, ich werde das Schöne noch kriegen.
Das Schöne, das gerne mein Herze beschreibt.

Ich glaube, ich würde mein Herze nun missen.
Wenn jedoch das Schöne für immer nicht bleibt.
Und glaub' ich, mein Leben, das wäre gerissen.
Wenn keiner das Schöne hier ständig beschreibt.
Ich denke, ich würde mein mein Herze hier lassen.
Dann kann ich hier leben und gehen als Geist.
Denn rühren mich ständig. Unendlich die Straßen.
So bin ich für's Schöne nach Schandau gereist...

23.05.2026
Verfassungsorte der Gedichte:
I - bei Krippen / Sächische Schweiz-Osterzgebirge
II - bei Schöna / Sächische Schweiz-Osterzgebirge
III - Hřensko / Tschechien
IV - Schmilka / Sächische Schweiz-Osterzgebirge
V - Bad Schandau / Sächische Schweiz-Osterzgebirge
 
  • Marc Donis
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