William
Noch einmal griff der Narr zu seiner Laute,
zupfte die Saiten, sang ein traurig schönes Lied,
und in dem leeren Saale saß der Dichter,
ganz leise summte er mit seinem Narren mit.
Er lauschte, kam ein Reiter flott des Weges,
war nicht ein Pochen jetzt, am großen Eingangstor,
waren da Stimmen, Schritte, lautes Lachen,
oder betrog den alten Mann sein müdes Ohr?
Traurig erhob er sich und ging an´s Fenster,
sah auf sein Stratford, das er so berühmt gemacht,
sehr lange blickte er dann in den Himmel,
strahlende Sterne zeigten sich in ihrer Pracht.
Er hatte seine Kinder eingeladen,
nun saß er einsam jetzt in seinem großen Haus,
die Kerzen in den alten Silberleuchtern,
sie brannten nieder, gingen leise zischend aus.
"Nun ist es gut", sprach er zu seinem Narren,
"müde bin ich, Freund Morpheus wartet auf mich schon,
hab´ Dank für den Gesang, das Spiel der Laute,
war melancholisch auch so mancher, leiser Ton."
Verstummen ließ der Narr nun seine Laute,
war fast im Gehen schon, und sagte schnell dann noch,
"Nun, eure Kinder, Herr, sie sind die Besten,
die je ein Dichtervater schrieb, so glaubt mir doch.
Wären sie euch nicht so perfekt gelungen,
dann wären alle eure Kinder heute hier,
wenn sie auch jetzt auf fernen Bühnen spielen,
ihr Herz ist stets bei euch, Herr, bitte glaubt es mir."
Da mußte William ganz leise lächeln,
"So habe ich die Sache nie gesehen,
Narren sind weise", dachte er voll Freude,
"jetzt kann ich endlich, ohne Kummer, schlafen geh´n."
So lag das Haus von Shakespeare bald im Dunkel,
der Narr, in seiner Kammer, löschte auch das Licht,
schlief schmunzelnd ein, er wußte ja schon immer,
dass jeder alte Narr stets nur die Wahrheit spricht.
Noch einmal griff der Narr zu seiner Laute,
zupfte die Saiten, sang ein traurig schönes Lied,
und in dem leeren Saale saß der Dichter,
ganz leise summte er mit seinem Narren mit.
Er lauschte, kam ein Reiter flott des Weges,
war nicht ein Pochen jetzt, am großen Eingangstor,
waren da Stimmen, Schritte, lautes Lachen,
oder betrog den alten Mann sein müdes Ohr?
Traurig erhob er sich und ging an´s Fenster,
sah auf sein Stratford, das er so berühmt gemacht,
sehr lange blickte er dann in den Himmel,
strahlende Sterne zeigten sich in ihrer Pracht.
Er hatte seine Kinder eingeladen,
nun saß er einsam jetzt in seinem großen Haus,
die Kerzen in den alten Silberleuchtern,
sie brannten nieder, gingen leise zischend aus.
"Nun ist es gut", sprach er zu seinem Narren,
"müde bin ich, Freund Morpheus wartet auf mich schon,
hab´ Dank für den Gesang, das Spiel der Laute,
war melancholisch auch so mancher, leiser Ton."
Verstummen ließ der Narr nun seine Laute,
war fast im Gehen schon, und sagte schnell dann noch,
"Nun, eure Kinder, Herr, sie sind die Besten,
die je ein Dichtervater schrieb, so glaubt mir doch.
Wären sie euch nicht so perfekt gelungen,
dann wären alle eure Kinder heute hier,
wenn sie auch jetzt auf fernen Bühnen spielen,
ihr Herz ist stets bei euch, Herr, bitte glaubt es mir."
Da mußte William ganz leise lächeln,
"So habe ich die Sache nie gesehen,
Narren sind weise", dachte er voll Freude,
"jetzt kann ich endlich, ohne Kummer, schlafen geh´n."
So lag das Haus von Shakespeare bald im Dunkel,
der Narr, in seiner Kammer, löschte auch das Licht,
schlief schmunzelnd ein, er wußte ja schon immer,
dass jeder alte Narr stets nur die Wahrheit spricht.