Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Zärtlich berührt

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Darkjuls
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 86
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Wie vermisst sie sein Bemerken
zärtlich streichelnd mit Gefühl
das als Regen auf den Feldern
ihrer Seele niederfiel

Wie verzückt sie der Gedanke
den er kürzlich niederschrieb
weil sie sich darin erkannte
so viel Wahrheit darin liegt

Wie ersehnt sie seine Worte
die so sanft und einfühlsam
sie holen ab an jenem Orte
wo sie sich verlorn vorkam

Wie vermisst sie seine Nähe
die sie spürt, wenn sie ihn liest
jedes Wort berührt die Seele
und sie spürt, sie lebt, sie ist
 
Liebe Darkjuls,

dieses Gedicht ist klassisch und gefühlvoll geschrieben, mit regelmäßigen Strophen und einer klaren, sanften Bildsprache. Besonders gelungen ist die durchgehende emotionale Linie sowie die Metaphern, die Nähe und Sehnsucht spürbar machen.
Dein Gedicht vermittelt vor allem die Werte von emotionaler Nähe, Sensibilität und innerer Verbundenheit. Es betont, wie wichtig Aufmerksamkeit, Worte und echtes Verstandenwerden für das seelische Erleben sind.
Zudem schwingt ein Wert von Authentizität mit, da Wahrheit und Ehrlichkeit als etwas Heilsames dargestellt werden. Dein Gedicht steht für eine stille, respektvolle Form von Liebe und Anerkennung.

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Fehyla
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe @Darkjuls,

dein Gedicht ist eine zarte Inventur von Sehnsucht –
nicht laut, nicht fordernd, eher wie ein leises Festhalten an dem, was einmal da war.
Das wiederholte „Wie…“ gibt dem Text einen ruhigen Puls: Strophe für Strophe wird klarer,
was fehlt und was zugleich noch trägt. Kein Drama, eher dieses tägliche Vermissen nach
Bemerken, nach Nähe, nach Worten, die nicht nur gesagt, sondern gemeint sind.

Sehr gelungen finde ich das Regenbild am Anfang.
Das ist mehr als ein hübscher Vergleich: Zuwendung fällt hier wie etwas Lebensnotwendiges
auf die „Felder der Seele“ – als würde innen wieder etwas atmen können.
Und auch der Gedanke, sich in seinen Zeilen wiederzuerkennen, hat etwas Tröstliches:
Wahrheit nicht als Urteil, sondern als Hand, die sagt „ich sehe dich“.

Am stärksten ist für mich der Schluss: „sie lebt, sie ist“.
Da geht es nicht nur um Liebe, sondern ums Gesehenwerden –
und darum, durch Sprache wieder bei sich anzukommen.

Ein stiller, warmer Text, der seine Verletzlichkeit nicht versteckt.

Gesehenwerden ist die stillste Form von Liebe.

LG. Driekes
 
  • Darkjuls
    letzte Antwort
  • 4
    Antworten
  • 86
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Zurück
Oben