Ein Regen, der Spuren auswäscht:
Er fällt durch Nacht und Straßenlicht, auf Glas und Stein –
bis zu einem Du, das den Ton erkennt.
Regen, kalter Gast der Nacht,
der an den Fensterrahmen klopft,
fall über Dächer, in die Gasse,
trag meine Stimme still zu ihr.
Du kennst den Weg die Mauern entlang,
rinnst im Laternenlicht am Bordstein,
spülst Spuren vom Asphalt weg
und nimmst den Tagesstaub mit.
Wo du als dünner Schleier fällst,
riecht Erde nach nassem Holz;
die Bäume senken ihre Kronen,
als flüsterten sie dir etwas zu.
Dort, wo sie wohnt, die leise hört,
benetz ihr Fensterglas,
zieh Tropfenlinien, schmale Schrift,
die sie am Morgen noch entdeckt.
Wenn sie hinaus ins Grau hinblickt
und sich am Tag die Hände stößt,
dann fall ihr auf Haut und Haare,
wie eine Hand, die nichts fordert.
Und wenn sie fragt, wer zu ihr spricht,
zwischen den Dächern, ohne Namen,
dann nimm dies Lied mit dir
und leg es in ihren Tag:
Von Berührung.
Von Tropfen.
Vom Lauschen im Regen.
Er fällt durch Nacht und Straßenlicht, auf Glas und Stein –
bis zu einem Du, das den Ton erkennt.
Regen, kalter Gast der Nacht,
der an den Fensterrahmen klopft,
fall über Dächer, in die Gasse,
trag meine Stimme still zu ihr.
Du kennst den Weg die Mauern entlang,
rinnst im Laternenlicht am Bordstein,
spülst Spuren vom Asphalt weg
und nimmst den Tagesstaub mit.
Wo du als dünner Schleier fällst,
riecht Erde nach nassem Holz;
die Bäume senken ihre Kronen,
als flüsterten sie dir etwas zu.
Dort, wo sie wohnt, die leise hört,
benetz ihr Fensterglas,
zieh Tropfenlinien, schmale Schrift,
die sie am Morgen noch entdeckt.
Wenn sie hinaus ins Grau hinblickt
und sich am Tag die Hände stößt,
dann fall ihr auf Haut und Haare,
wie eine Hand, die nichts fordert.
Und wenn sie fragt, wer zu ihr spricht,
zwischen den Dächern, ohne Namen,
dann nimm dies Lied mit dir
und leg es in ihren Tag:
Von Berührung.
Von Tropfen.
Vom Lauschen im Regen.