Verwirrend hämmernd schießen Impulse stechend durch meinen Körper.
Kein Nervenkitzel, der mich belebt, versteht oder dafür sorgt, dass ihr mich wirklich seht.
Sondern ein Stoppzeichen, das ich nicht ignoriere und selbst wenn ich es will, versagt augenblicklich der Motor.
Nadeln jagen schmerzhaft durch meinen Körper und mein Geist erklärt mir Sicherheit.
Verloren in jedermanns Einsamkeit und gewonnen in niemandes Aufrichtigkeit.
Ich würde es lieben, wenn dein Blick mich kettet.
Die Zeit, die zu unseren Gunsten stehen bleibt.
Aber du liebst mich nicht.
Deswegen brennt dein Blick in meine Freude?
Ich würde es mögen, für dich zu sein.
Dass mein Atem schneller geht, mein Körper völlig durchdreht und ich, während ich Kontrolle nicht mehr beherrsche, ganz dein sein kann.
Lass mich vor Hitze beben und trotzdem zarte Gänsehaut erleben.
Aber du wählst nur nach Belieben?!
Völlig ohne Widerstand bleibst du da einfach liegen.
Menschen können lieben und trotzdem den Neid einfach nicht abschaffen.
Männer können siegen und trotzdem nichts erschaffen.
Frauen können fliehen, aber niemals wirklich sein.
Tränen können fließen, aber nicht… nein, niemals können sie fließen.
Wie ein Spürhund sitzt du da und wartest nur darauf, dass die Mauer bricht.
Krallen tief im Boden versetzt meinst du, dass du mich gleich wieder siehst.
„Ich würde dir niemals wehtun.“
Absolut verloren gebe ich dir Macht.
„Ich sehe deine Wünsche und respektiere, was es macht.“
Einsam und verloren glaube ich dir das.
Die Mauer bröckelt still und lässt dich bereits die Nase in die Luft strecken.
Du riechst da keinerlei Gefahr, als willst du lospreschen.
„Ich weiß schon, wer du bist, alles an dir. Das, was gleich passiert, macht gar nichts mit dir!“
Hinter der Mauer sitze ich und kralle mich verlangend in den Stein.
Und eine Melodie summt mich liebend herbei.
Hustend durch den Staub der bröckelnden Mauer sage ich versichernd:
„Ich werde dir alles geben.“
Anstatt zu danken, wirst du drängend.
Anstatt zu jubeln, wird es bellen.
Anstatt ein Gegenüber zu werden, wird es trüber.
Nebel zieht sich um die Mauer und trotzdem bist du noch da und lauerst.
„Zeig dich jetzt oder nie.“
Kein Respekt vor meinen Wünschen, sondern ein Drängen seiner angeblichen Bedürfnisse.
Lieb mich langsam oder gar nicht.
Doch gar nicht wäre ein Schmerz.
Kopf gegen die Steine und ich fange an zu weinen.
Und in seiner hinterhältigen Euphorie fällt die Mauer wie nie.
Deine Melodie wird jagen und meine Angst wird fragen.
Furcht wird überleben, doch ich weiß, das wird es nicht geben.
Deine Augen leuchten durch den Nebel und ich baue sie erneut.
Nur ein wenig Holz um mich herum.
Das mich mehr da hält, wo du mich willst, als mich wirklich schützt.
Höre ich Zähne am Holz kratzen, passend zu deiner Melodie.
Sie wird immer lauter und wir wissen, dass ich dir nicht alles geben brauche.
Denn als die Holzsplitter sich blutig in deinen Rumpf treiben und deine Zähne tödlich in meinen Hals schießen, ist die Jagd erfolgreich beendet und du, sterbend vom Sieg geblendet.
Aus der Melodie der Jagd wird das Lied des Blutes.