DER FREIE WILLE - EIN PARADOXON
Seit Jahren kämpf ich dann und wann
gegen mein eig´nes Schicksal an.
Ich fluch und schimpfe unzufrieden,
nicht fähig, irgendwas zu lieben.
Streng meinen freien Willen an.
Will was erreichen, irgendwann.
Ich träum von Geld und Ruhm und Ehre,
doch umso mehr ich danach strebe,
immer ferner rückt es mir.
So Jahr um Jahr vergehet schleichend,
die Wahrheit drückt so unausweichend.
Die Ziele ich niemals erreich.
So fang ich an, mich Selbst zu hassen,
zerstör, was ich bekomm zu fassen.
Einer gebroch´nen Seele gleich.
Nun ist mir Alles ganz egal.
Den freien Willen lass ich geh´n.
Was nicht zu ändern ist, wird kommen.
Wie´s weitergeht, das wird man seh´n.
Doch plötzlich, wie aus heit´rem Himmel,
seh ich die Sonne, wie sie scheint.
Am Wegesrand blüht zart ein Blümlein,
ach siehe an, wie mich das freut.
Die Ziele, die ich einmal hatte,
erscheinen wie im Nebeldunst.
Mein Herz, das will vor Glück zerspringen,
schrei es heraus, mit voller Brunst.
Nie wieder werd ich irg´ndwas wollen,
den freien Willen brauch ich nicht.
Steht sowieso dem Glück im Wege,
hält einfach nicht, was er verspricht.
Mit freiem Willen stets zu streben,
ist Unfreiheit in tiefster Norm.
Den freien Willen aufzugeben,
ist Freiheit in der höchsten Form.
Andreas Wolfgang Vögele
Seit Jahren kämpf ich dann und wann
gegen mein eig´nes Schicksal an.
Ich fluch und schimpfe unzufrieden,
nicht fähig, irgendwas zu lieben.
Streng meinen freien Willen an.
Will was erreichen, irgendwann.
Ich träum von Geld und Ruhm und Ehre,
doch umso mehr ich danach strebe,
immer ferner rückt es mir.
So Jahr um Jahr vergehet schleichend,
die Wahrheit drückt so unausweichend.
Die Ziele ich niemals erreich.
So fang ich an, mich Selbst zu hassen,
zerstör, was ich bekomm zu fassen.
Einer gebroch´nen Seele gleich.
Nun ist mir Alles ganz egal.
Den freien Willen lass ich geh´n.
Was nicht zu ändern ist, wird kommen.
Wie´s weitergeht, das wird man seh´n.
Doch plötzlich, wie aus heit´rem Himmel,
seh ich die Sonne, wie sie scheint.
Am Wegesrand blüht zart ein Blümlein,
ach siehe an, wie mich das freut.
Die Ziele, die ich einmal hatte,
erscheinen wie im Nebeldunst.
Mein Herz, das will vor Glück zerspringen,
schrei es heraus, mit voller Brunst.
Nie wieder werd ich irg´ndwas wollen,
den freien Willen brauch ich nicht.
Steht sowieso dem Glück im Wege,
hält einfach nicht, was er verspricht.
Mit freiem Willen stets zu streben,
ist Unfreiheit in tiefster Norm.
Den freien Willen aufzugeben,
ist Freiheit in der höchsten Form.
Andreas Wolfgang Vögele