Ein Leben als Seilgang: Schritt für Schritt — bis nichts bleibt als Gangart.
Wir hängen an einem schmalen Faden zwischen Geburt und Tod.
Und tun gern so, als wäre er ein Steg: breit, geländerfest, mit Laternen.
In Wahrheit: ein Seil. Man geht darauf, weil man gehen muss.
Jeder Atemzug ist ein Übergang. Kaum da, schon Vergangenheit.
Wir betäuben es mit Plänen und Wiederholungen und nennen es Zukunft.
Dabei ist es oft nur aufgeschobene Gegenwart.
Wir jagen der Ewigkeit nach, als wäre sie ein Ort.
Doch sie passt nicht in die Hand.
Wer sie festhalten will, verpasst den Schritt, der jetzt möglich wäre.
Der Tod geht hinter uns. Nicht als Drohung –
als Schatten, der Ausreden kürzt.
Er stellt eine unbequeme Frage: Warum nicht heute?
Warum später lieben, später mutig sein, später wahr?
Denn Mut ist kein Gedanke. Liebe ist kein Wunsch.
Beides ist Handlung. Und beides wird nicht leichter,
wenn man wartet – nur seltener.
Am Ende schließt sich der Weg.
Und was bleibt, ist nicht die Länge der Strecke,
sondern die Art, wie man gegangen ist:
nicht Besitz, sondern Wagnis –
dass ein Mensch auf einem dünnen Seil
für einen Moment aufrecht geht.
Mehr ist nicht sicher.
Mehr ist nicht nötig.
Wir hängen an einem schmalen Faden zwischen Geburt und Tod.
Und tun gern so, als wäre er ein Steg: breit, geländerfest, mit Laternen.
In Wahrheit: ein Seil. Man geht darauf, weil man gehen muss.
Jeder Atemzug ist ein Übergang. Kaum da, schon Vergangenheit.
Wir betäuben es mit Plänen und Wiederholungen und nennen es Zukunft.
Dabei ist es oft nur aufgeschobene Gegenwart.
Wir jagen der Ewigkeit nach, als wäre sie ein Ort.
Doch sie passt nicht in die Hand.
Wer sie festhalten will, verpasst den Schritt, der jetzt möglich wäre.
Der Tod geht hinter uns. Nicht als Drohung –
als Schatten, der Ausreden kürzt.
Er stellt eine unbequeme Frage: Warum nicht heute?
Warum später lieben, später mutig sein, später wahr?
Denn Mut ist kein Gedanke. Liebe ist kein Wunsch.
Beides ist Handlung. Und beides wird nicht leichter,
wenn man wartet – nur seltener.
Am Ende schließt sich der Weg.
Und was bleibt, ist nicht die Länge der Strecke,
sondern die Art, wie man gegangen ist:
nicht Besitz, sondern Wagnis –
dass ein Mensch auf einem dünnen Seil
für einen Moment aufrecht geht.
Mehr ist nicht sicher.
Mehr ist nicht nötig.