Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Der Sturz des Himmels

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • schnolledotz
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 31
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Ein Gott fällt nicht tief, weil er stürzt.
Er fällt tief, weil niemand mehr an ihn glaubt.


1777527469597.png


ich, der bei sternen schlief
und das haar des raums trug
wie ein silbernes geweih
der den staub der planeten
über die milchstraße blies
und im mond saß
fahrend durch das bodenlose blau
der sommernächte

ich bin leer
ausgeraubt

meine schiffe verbrannt
meine stimme ohne glut
ohne echo
im toten firmament

nur der rückschlag
aus dem dunklen gewölbe
meines verwirrten herzens

ich stehe allein

kein gott
keine gesellschaft
die mein dasein einbindet

kein horizont
kein meer
nur das namenlose brennen

ich spüre
wie das wasser steigt
in der nacht

die angst drängt zum mund
auf den lippen
müdigkeit
und ekel

ich habe mein mark vergeudet
hörig
dem gierigen blut

was bleibt

mein sturz

lasst mich zerschellen
heulen
wie eine möwe
im schwarzen tang

wer einmal
wie eine sonne
im zenit stand
wird schließlich
ins sandige beißen



Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
 
In dieser Welt voll Unbeständigkeiten,
Wo man seinen Thron, die innere Stärke verlieren kann, mitunter auf schockierende und schmerzende Weise, die man nie für möglich gehalten hätte, gibt es immer eine Seele, die einen erkennt.
Wenn man keine Kraft mehr hat, sie zu suchen, bleibt einem die Demut und der fromme, manchmal gaaaaanz leise Wunsch
(So "Gott" will) gefunden zu werden.
Dann können neue Flügel wachsen
Kann man sich langsam wieder aufrichten.
Die Hoffnung, auch wenn sie manchmal nicht mal mehr wahr zu nehmen ist, ist da irgendwo-
Und ich glaube, sie stirbt zuletzt.
Für diese Phase finden sich schwer Worte,
Du hast welche entdeckt.
So kam es bei mir an.
Wirklich stark!
Wir sind heilig und beschützt,
Solange wir jemandem heilig sind
Und er dieses Gefühl bewahrt.

"Mein Sturz

Lässt mich
Wie eine Möwe heulend
Im schwarzen Tang
zerschellen"

würde sich (für mich) etwas besser anhören

Liebe Grüße
Cathy
 
Zuletzt bearbeitet:
  • schnolledotz
    letzte Antwort
  • 1
    Antworten
  • 31
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Unbeantwortete Themen von Driekes

Zufällige Themen

Themen Besucher

Zurück
Oben