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Die Feder des Monats Nr.5 - SCHMERZ

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MythonPonty

Teammitglied
ㅤZauberlehrling

MythonPontys Themen
Liebe Mitbewohner, Dichter und Denker,
 
die Feder des Monats 5 befindet sich ab sofort in der Abstimmung.
Vielen Dank für die Teilnahme, ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg.
 
Thema: SCHMERZ
 
Zeitplan:
Die Abgabefrist (Einreichphase) ist vom 19. Oktober 2018 bis zum 18. November 2018.
Die Abstimmung erfolgt dann ab dem 19. November 2018 bis zum 09. Dezember 2018
Die Siegerehrung erfolgt am 10. Dezember 2018
 
Allgemeine Informationen:
Die Feder des Monats ist ein interner Forenwettbewerb. Es wird ein Thema vorgegeben und ein Werk kann bis zu einem bestimmten Zeitraum dazu eingereicht werden. Nach der Abgabefrist stimmt die Community in einer Umfrage dazu ab. Der Sieger erhält eine virtuelle Trophäe.
Die Ausschreibung "die Feder des Monats" soll nicht nur das kreative miteinander, untereinander fördern, sondern öffnet den ein oder anderen Autoren auch die Gelegenheit ein Werk zu einem Thema zu veröffentlichen, über welches er/sie evtl. nicht geschrieben hätte.
 
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Die Regeln für die Feder des Monats Nr.5
  • Thementreue - Das Werk sollte einen lesbaren Bezug zum vorgegebenen Thema SCHMERZ haben.
  • Begrenzung - Jeder darf nur 1 Werk (je Wettbewerb) einreichen.
  • Frist - Es werden nur nur Werke die innerhalb der Abgabefrist eingereicht werden berücksichtigt.
  • Ordnung - Alle Werke die an dieser Ausschreibung teilnehmen müssen in diesen Beitrag geschrieben werden.
  • Sonstiges - Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung
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    .
 
Weitere Informationen:
 
Die Themenauswahl, trifft ein kompliziertes technisches Nervensystem, ich
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Themenvorschläge, Meinungen dazu können >> hier
 

Ich wünsche euch viel Freude, Spass und Unterhaltung beim Schreiben, Lesen und Abstimmen.
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Seppuku
 
Auf Tatami mit weißen Borten
Schreibt der Krieger ohne Gesicht
Hinter blütenumrankten Pforten
Lächelnd entrückt sein Todesgedicht
 
„Kirschblütenschneesturm
Zerstäubt in streitenden Winden
Zart rieselnde Vergänglichkeit
Schnell welkender Träume“
 
Stolz auf das Recht des Samurai
Durch eigene Hand in die große Leere
Ruhig legt er den Oberkörper frei
Hoffnung auf Wiedererlangen der Ehre
 
Der Delinquent sammelt allen Mut
Ein Freund fungiert als Sekundant
Beherrscht das Katana meisterlich gut
Dient als des würdigen Todes Garant
 
Der Samurai folgt dem uralten Brauch
Sein Vorrecht und Erfüllung der Pflicht
Stößt das Wakizashi tief in den Bauch
Nur den Schmerz zeigen darf er nicht
 
Stumm erträgt er das höllische Toben
Führt die Schnitte mit Maskengesicht
Zuletzt reißt er die Klinge nach oben
Denn sein Lehnsherr sitzt zu Gericht
 
Der Sekundant hebt nun sein Schwert
Sieht des Freundes Haupt sich senken
Zu früher Hieb und er wäre entehrt
Doch nun darf er ihm Gnade schenken
 
Zuletzt notiert der Protokulant:
Das Ritual wurde korrekt zum Ende gebracht
Was auch den Beifall des Lehnsherren fand
Der Mann hat sich keine Schande gemacht
 
Löwenherz
 
Kreischen…Flehen… prallt…
…von Wänden…
Bunte… warme Farben…
…nur …
…zum blenden…
Lachende …
...ihr … Gesicht…
…Bilder…
… Würgen...
…Tränen…
…erbricht...
 
Nerven…
…. Stränge zerfasern …
Un-kontroll-iert-es… Z-u-c-k-en…
…Blender Wände…
...werden es schlucken…
 
Heute … noch einmal…
…Hände gehalten…
…ihr Geruch…
…bedeckt…
...haftet noch…
 
Leichentuch
 
...NEIN...NEIN…
BITTE...
…darf… nicht… sein…
…nie wieder… so klein..
… Sonnenschein…
…rein…
 
Nägel... blutiges Fetzen
… Gesicht…
…letzter Damm
… bricht…
Wildes Reißen…
Dicke Büschel… Haare aus…
Kopf schlägt auf… Fliesen…
Zwei Leben enden…
...heute…hier …
im Kindersterbehaus
 
©Trennung nur eine Illusion?
Rosen
haben

Dornen


. . . es schmerzt . . .
ein Stachel
deiner

Dornen-Krone

bohrt sich

durch

meine Seele


Blut
fließt

weiter

durch

meine Venen


ich brauche
deinen Verstand

um zu verstehen


deine Augen
um zu sehen


du
bist

der Lebenssaft

in mir


rufe
meine Seele

an einem

anderen Tag


tiefe
Blicke

ins

ungewisse Leere

liebäugeln

mit der Ewigkeit


Zeit
die uns scheinbar

trennt

eine

Illusion?


Gibt es
noch

eine Chance?
 
Die Seele bricht
© Saina Veigel
 
 
Eiskalter Schatten in der Dunkelheit
Eisiger Hauch auf der Seele
Grell-heißes Licht im Nebel
Versengendes Feuer ergreift die Seele
 
Winter der Trübsal
In ihr verharrt sie
Im Feuerkummer schmilzt sie dahin
Kalt wie Stein
Heiß wie Lava
Lebendig-tote Seele innen drin
Ein Leben ohne Sinn
 
Kalter Stein, der doch zittert
Heißes Herz, das doch friert
In einem dunklem Niemandsland
Der inneren Gedanken
Gefangene Seele
In einer Hölle fröstelnden Zorns
 
Die Welt ist in Ordnung
Nach außen hin
Jede Routine sitzt wie ein Maßanzug
Das macht Sinn
Erfolgreich und beliebt
Nach außen hin
Jedes Lächeln sitzt wie eine Maske
Das macht Sinn
Nichts glaubend, nichts hoffend
Nach außen hin
Jeder Selbstbetrug sitzt wie eine zweite Haut
Das macht Sinn
 
Nach außen heiteres Gehabe
Innen siecht die Seele langsam vor sich hin
Im dunklen Niemandsland
Will sie Hoffnung schöpfen
Doch kann sie nirgends auch nur ein kleines Fenster öffnen
 
Zugemauert, eingekerkert
Verdammt zum Schattensein
Fröstelnde Einsamkeit
Heißes Bangen
Angstzustände
Starre Wände
Zuckende Augenlider
Und ein inneres Kreischen
Einem selbst zuwider
 
Die Türe zur Seele
Fest verschlossen und verborgen
Den Zugang zu ihr findet man nicht
Und hört doch wie sie unaufhörlich bricht
 
Zerbrochene Seele
Versteckt hinter Masken des Glücks
Das ist doch verrückt
 
__________________
 
Stairway to Pain
 
Das erste Stechen des Lichts
in die Augen des neu Geborenen.
Die erste Züchtigung des
schutzbefohlenen Kindes.
 
Aufgeschlagene Knie, gebrochene
Arme und Beine und Versprechen.
Die spitzen Krallen des Liebes-
kummers, mitten im Herz.
 
Die Erkenntnis der eigenen Grenzen.
Das Selbstbild des Betrogenen.
Das sich beschleunigende
Wettrennen der Uhr – Tick-tack.
 
Die Abschiede für lange Zeit
und immer häufiger für immer.
Das Gefühl im Bauch, wenn man
die Welt immer besser versteht.
 
Die wachsende Deutlichkeit
des eigenen Verfalls. Zuletzt
Einsicht: hier und jetzt -
meine letzten bewussten Momente.
 
scars
wake up
consumed by all this pain
banging in your chest
for another second
imagine the rest of your life
alone with just scars in the mirror
with scars on your mind
with scars on your heart
beating all the day
beating all down
bleeding Hands
trying to catch the dawn
it is always darkest before the dawn
hold on
hold Hands
hold hearts
it doesn´t matter how Long you have to wait
the pain will loosed your heart
it will
even it doesn´t seem like that
rigth know
Change
Change
Change
the pain
the start
the end
the world
the pain ist all worth it
believing
Keep looking for somthing else than
keeping your head to the ground
 
Schmerz
 
 
Ach, könnt' ich dich ertragen Schmerz,
in deiner Größe wandeln.
Wie froh und gütig wär mein Herz,
von all den schönem Lieb
und Treueschwur befreit.
…………………Wie würd' ich dich umarmen.
 
 
Und du, du würdest mich bejahen.
Komm, leg dich her zu mir und zieh
die Nacht mir seiden über.
Die mir des Tages Fluren weit
in düstre Seitenblicke neigt,
………………schweigsam möcht' ich sie erdulden.
 
 
Dein Distelkleid ist nur geliehen,
um mir im Dorn den Abgrund rot zu säumen.
Noch stillt dein Odem neue Träume
und windet alles Flehen gnädig ein.
…………………Du trägst das Weh zum Kreuze.
 
Teddybär, das eine Mal zu viel
 
Durch das kleine Fenster
In der Lagerhalle ganz hinten
Leuchteten blühende Wiesen.
Auf ihnen sassen junge Männer,
Die sich über ihr Gitarrenspiel freuten,
Mädchen in bunten Latzhosen
Tanzten zum Trommelrhythmus
Quirliger Ghanaer.
 
Ich schaute nicht hinaus,
Aus dem Radio plärrte was.
Kraftfahrzeuge stapeln,
stapeln, stapeln stapeln,
Bis ein Stapelturm zerbarst.
Auf meiner Zehe jählings:
Da standen 18 LKWs -
Ich war den Tränen nah.
 
Die Diagnose
 
Soll man leben wie bisher
so tun als ob nichts wär
oder planen, sich vorbereiten
was da kommt - in schweren Zeiten.
Nichts dem Zufall überlassen
oder nehmen es gelassen.
Drüber reden oder schweigen
dieses Thema einfach meiden.
Darf man Schmerzen auch erwähnen
nach Stille sich dann sehnen.
 
Soll man kämpfen und sich arrangieren
hat man doch nichts mehr zu verlieren.
Darf man schwach sein, auch mal weinen
oder kämpferisch erscheinen.
Man möchte sagen, der Schmerz liegt auf der Seele
das man sich Nacht für Nacht nun quäle ...
 
Jeder geht damit anders um -
die Antwort gibt es nicht - darum.
 
An einem Novembertag
 
 
Im Sessel versackt,
die Seele schwer bepackt,
sieht er geradeaus
durchs Fenster hinaus
ins endlose Grau.
Er weiß genau,
die Zeit ist vorüber,
ihre Lieblingslieder
spielen weit fort
an einem verlassenen Ort.
Er sieht traurig drein,
ist stets allein
mit Erinnerungen,
vom Schmerz verschlungen.
 
 
©Bernardo
 
Mein Jahr
 
 
da gehst du nun
dahin, mein jahr,
war schön mit dir
zu weilen
gab viel zu tun
was wichtig war
und vielerlei
zu teilen
 
die wälder bunt
schon einverpackt
um aller welt
zu zeigen
der gründe grund
der zeiger takt
die tage die
sich neigen
 
ja, alles geht
dahin, vorbei
mein sommertag
vergeben
zu früh zu spät
wohl an, good bye
der winter naht
ein beben
 
wie angebracht
dein kühler schmerz
mein wintertag
schon schade
hast mit bedacht
die hand am herz
an deiner tag-
fassade
 
Vollbracht


 
Ich bin da, die Blätter fallen,
 
Raureif glitzert auf dem Stein.
 
Dichte Nebelschleier wallen
 
schwach erhellt vom Kerzenschein.
 
 
Fände ich zurück ins Leben,
 
stünde ich jetzt nicht vor dir.
 
Niemals kann ich mir vergeben,
 
ich war wütend wie ein Stier.
 
 
Sieh, ich stoß dieselbe Klinge
 
nun auch mir ins grame Herz.
 
Wir sind eins auch ohne Ringe,
 
süß in Wellen kommt der Schmerz.
 

MythonPontys Themen
Liebe Poeten-WG.
 
Das Ergebnis zur Feder des Monats Nr. 5 steht fest.
Gewonnen hat Behutsalem mit Ihrem Beitrag.
 
Vielen Dank für die rege Beteiligung.
@Behutsalem
Deine Trophäe werde ich dir später noch persönlich überreichen 🙂
 
Vielen Dank und viele Grüße
Sascha
 
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