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Nur Kommentar Die Stimme des Alters

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Dieter
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Lieber @Herbert Kaiser
Deine Zeilen regen zum Nachdenken an. Es ist schon seltsam, dass man erst im Alter das Leben und das, was man hat zu schätzen lernt. In jungen Jahren sind Dinge wie Gesundheit oft selbstverständlich. Weshalb sich also Gedanken über die Endlichkeit machen? Der Tod ist ja noch weit entfernt. Dabei reicht es schon zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, dass alles vorbei ist.
Sehr gerne gelesen und nachgedacht.
LG
Vetula
 
Liebe @Vetula

In der Zeit der Berufstätigkeit musste man funktionieren wie eine Maschine, es galt hundert Dinge zu bedenken. Da blieb wenig Zeit und Raum für philosophische Überlegungen.
Im Alter und mittlerweile schon einige Jahre in Pension, stellen sich Fragen, die die Jugend nicht stellt. Die Vergänglichkeit wird einem immer bewusster, die Wehwehchen nehmen zu, Freunde verschwinden von der Bildfläche. Da heißt es kühlen Kopf bewahren und sich in Hingabe üben. Mein Urvertrauen in die Schöpfung hilft mir persönlich enorm.

Dir mein Dank und herzliche Grüße!
Herbert
 
Hi und Hallo Herbert...,

ich grüße dich auf's herzlichste.
Immer wieder schön, unter welchem Pseudonym auch immer, von dir zu hören und zu lesen...
Deine Texte sind immer von diesem... wissendem, weisem Alter durchzogen... Wahrscheinlich sprechen sie mich deswegen auch immer so an.
Ich mag diese entspannte Weit- und Übersicht, welche wahrscheinlich erst im fortgesetztem Alter, mit dem Wissen der Erfahrung, über uns kommt... Und auch dem Gefühl, der eigenen Endlichkeit geschuldet...
Ich lese des Öfteren deine Texte, deine Ausführungen und Gedanken..., obwohl ich mir diese Pause hier im Forum gegeben hab. Und ich mag sie... immer noch! Insbesondere wo es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, um der Erfahrungen, welche man gemacht hat... aber niemandem eigentlich wirklich nützen, da jeder seine eigenen machen muss. Ich mag dieses Gefühl etwas zu hinterlassen, was, sogar in Reime gefasst, den Nachkommen bleibt... um wenigstens einen Hinweis zu geben, was wir, die Alten, schon erlebt, durchlebt und mitunter auch bitter erfahren, zu berichten haben!
Mein eigenes, nun doch bereichertes und erfahrenes Wissen jedoch sagt mir... Alle... sind sie verdammt ihre eigenen Erfahrungen zu machen, das Wissen um ihre Existenz zu mehren... und trotzdem daran zu verzweifeln, wie ich, es ihrer Nachkommenschaft ans Herz zu heften! Jeder Verlust, jeder neue Schmerz... aber auch jede neue Freude, Liebe... wird neu erlebt! Aufgenommen im Selbst... in seiner Zeit... in seiner eigenen Zeit...!
Warum sind wir erst immer im Alter klüger??! Warum verstehen wir die ureigentlichsten Dinge, die wirklich zählen im Leben, erst wenn wir das selbige auf dem Weg sind zu verlassen???
Ich bin so unzufrieden mit dieser Erkenntnis!
Würden wir als Spezies weiter und besser vorankommen , wenn wir dieses Dilemma lösen könnten??
Wohl dem, der voller Liebe war..., wohl dem, dem immer alle Türen offen standen. Und der ohne Jammern und ohne Groll, war von Liebe übervoll!

Schön..., mal wieder die Gedanken schweifen zu lassen... Ich danke dir, Herbert, ganz besonders!

Die liebsten Grüße nach Wien
 
Hallo @Dieter

Wow, da habe ich dir einen kleinen Anstoß gegeben, durch ein kleines Gedicht, und du hast den Faden so großartig weiter gesponnen. Dafür bedanke ich mich herzlich!
Das Alter, mein Lieber, macht nicht wirklich schlauer, nur geduldiger, umsichtiger. Und die Liebe gehört den Anderen (Frau, Enkelkinder) - sie bereichern mein Leben.
Der Tod macht mir kein Kopfzerbrechen, er kommt zu gegebener Zeit und enthebt mich der Schwerkraft.

Dir alles Gute und lieben Gruß!
Herbert
 
Menno Herbert..., wieder nur ein paar Zeilen und doch haben sie so viel Tiefgang!
Ich glaube daran, fest und unverdrossen..., das die Liebe das einzige ist, was alles überdauert! Jede Generation auf's neue wird's erfahren und weitergeben...
Ja..., der Tod kommt zu jedem. Er nimmt, was so lange gelebt, gearbeitet..., was so lange gekämpft hat... und doch im Augenblicke des Übergangs, erfahren muss..., dass ein jeder sein eigen Leben leben muss. Seine eigenen Erfahrungen macht und diesen Kampf selbst durch stehen muss...
Wahrscheinlich, in diesen Augenblicken in der man sich seiner eigener Endlichkeit bewusst wird, also in diesen Momenten deiner benannten Schwerkraft, kann man sich mit der Unabänderlichkeit seinem Seins abfinden... Aber nie, niemals..., geb ich auf daran zu denken wie es ist... was wäre, wär ich nicht da gewesen! Wohin würde es die meinen führen, wenn ich nicht gewesen wäre? Ich hab doch... einen Pfad, einen Abdruck hinterlassen, ...oder?
 
Lieber @Dieter

Wir hinterlassen Spuren, aber wenn kümmert's? Wenn du wieder im Sein ruhst (quietschlebendig!), dann kümmert dich das Gewesene keinen Deut. Die Nachwelt mag kurz Trauer tragen, aber das war's dann.
Wir sind hier um Erfahrungen zu machen, weil es das Leben so will. Wir rudern mit und gegen den Strom und immer endet alles im Meer. Aus, Schluss - das irdische Leben sehe ich letztlich als sinnlos, aber es macht Spaß. Spielen wir so gut wir können, lieben wir so heiß wie möglich und sterben wir dann leise ohne viel Tamtam.
Du machst sicher alles richtig, vertrau dem Leben!

Herzlichen Gruß, Herbert
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Herbert,

Ach man Herbert! Du sprichst mir so aus der Seele!
Ein tolles Gleichnis: Wir rudern mit und dagegen, aber enden alle im Meer!
Das das Leben sinnlos ist würd ich jetzt nicht unbedingt unterschreiben, aber das es Spaß machen kann jedoch schon! 🙂
Gerade wenn wir spielen, alles geben und auch lieben, so heiß und lange wie möglich... und dann schließlich abtreten, ohne großes Gewese.
Still, erfüllt und schnell... wer wünscht's sich nicht...

Ich vertrau dem Leben! Auch wenn es mitunter hart zuschlägt. Aber alles endet letztlich in Stille... in endloser Stille...

Hey Herbert! Dir noch viel und lange Gesundheit, ja...

Ganz liebe Grüße zu dir
 
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