Ein Weg in den Winter
Lautlos schiebt die Dämmerung
sich in das Schweigen blauer Schatten.
In sanftem Purpur verglüht des Tages Licht,
verliert sich auf der Höhe.
Auf schneeverwehter Flur
Tropfen der Eisuhr erstarren.
Frostkalter Wind meine Spur verwischt.
Blitzende Dolche verharren fester an Traufen.
Nach Christmas-Lärmen
und pflichtgemäßem Neujahrstrubel ist mir
nach Ruhe, Stille und Geborgenheit zumute
Jene amtlich zugelassene Fröhlichkeit bin ich leid.
Bilanzieren will ich meiner Seele Hab und Gut,
trennen unnachsichtlich Spreu aus leeren Schalen
von den Keimen wahrer Freundschaft, diese
nähren mit den Wurzeln meines Erdreichs,
bis der Frühling uns in seine Arme nimmt
und wir aus vollen Herzen ihm ein Ständchen bringen.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 03.01.2026)
Lautlos schiebt die Dämmerung
sich in das Schweigen blauer Schatten.
In sanftem Purpur verglüht des Tages Licht,
verliert sich auf der Höhe.
Auf schneeverwehter Flur
Tropfen der Eisuhr erstarren.
Frostkalter Wind meine Spur verwischt.
Blitzende Dolche verharren fester an Traufen.
Nach Christmas-Lärmen
und pflichtgemäßem Neujahrstrubel ist mir
nach Ruhe, Stille und Geborgenheit zumute
Jene amtlich zugelassene Fröhlichkeit bin ich leid.
Bilanzieren will ich meiner Seele Hab und Gut,
trennen unnachsichtlich Spreu aus leeren Schalen
von den Keimen wahrer Freundschaft, diese
nähren mit den Wurzeln meines Erdreichs,
bis der Frühling uns in seine Arme nimmt
und wir aus vollen Herzen ihm ein Ständchen bringen.
(„Carolus“ in „poeten.de“ 03.01.2026)