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  • Andreas Wolfgang Vögele
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ERLEUCHTUNG

Der Mensch sich befindet
irgendwo in Raum und Zeit
er ständig Lügen an sich bindet
bis zur Ewigkeit ist es noch weit
Der Mensch muss stetig sich bemüh´n
um Wahrheit in sich Selbst zu seh´n
Das Ego lebt in seinem Traum
glaubt Wahrheit und Realität zu schaun
meint das Aussen hielte nicht
den Spiegel vor das Angesicht
So wär´ die Welt im Aussen nur
eine Laune der Natur
glaubt an Zufallsproduktionen
verstehet nicht die Illusionen
weil im Aussen nur passiert
was das Innen korrigiert
sieht sich Selbst als Herr der Lage
doch gezählt sind seine Tage
am Ende Gottes schöner Welt
das "Ich" in sich zusammenfällt
ist plötzlich nicht mehr existent
es war nie da
wie man erkennt
Der Mensch war immer "Eins mit Allem"
kann nicht mehr in die Hölle fallen
weil das Leid nur kann siegen
durch des Menschen ständig Lügen

Andreas Wolfgang Vögele
 
Lieber Andreas,

herzlich willkommen im Forum!

Inhaltlich sagt mir das Gedicht sehr zu - die Trennung zwischen Innen- und Außenwelt, die doch nur eine Illusion ist. Ja, wir teilen die Welt in Begriffe ein und verlieren das Gespür für die Ganzheit.

Was die Form angeht: Zunächst war mein Eindruck, es sei nicht so schön, dass das Gedicht nicht in Strophen unterteilt ist, aber hier passt es ja auch gut zum Wunsch, Trennungen hinter sich zu lassen. Von daher ein schöner Kunstgriff!

Sprachlich fallen mir die Inversionen negativ auf. Das hätte eine Überarbeitung verdient. Z.B.:
"Der Mensch sich befindet" - das würde niemand so sagen, außer Yoda.
"er ständig Lügen an sich bindet" - ebenfalls wie ein Yoda-Zitat.
Da gibt es noch mehr solche Beispiele in deinem Gedicht und auch in anderen Gedichten hier im Forum immer häufiger zu finden. Aber es ist halt grammatikalisch nicht korrekt, was an sich noch nicht schlimm wäre, denn Menschen sagen in der Umgangssprache viele Dinge, die grammatikalisch streng genommen falsch sind, aber die dennoch einen Platz in der Lyrik haben - Lyrik kann ja auch einfach abbilden, wie Menschen sprechen (egal, was die Grammatik-Lehrbücher sagen). Aber Inversionen dieser Art würdest du doch nie im gesprochenen Wort benutzen, oder? Dann sollten sie auch in einem Gedicht nicht vorkommen, nur damit es sich reimt.

Liebe Grüße
Schmuddi
 
Hallo Schmuddelkind.

Danke für Deine Rückmeldung.

Ich schreibe extra grammatikalisch nicht korrekt, um meiner Sprache eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen.
Auch Goethe schreibt in einem Stil, der einer heutigen Grammatikprüfung nicht mehr standhalten würde.
Meine Texte sollen an den Stil des 17. Jahrhunderts erinnern, einen gewissen Goethe-Touch bekommen.
Ob mir das gelingt, müssen Andere beurteilen.

Liebe Grüße,
Andy
 
Ich schreibe extra grammatikalisch nicht korrekt, um meiner Sprache eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen.
Das ist dir gelungen. Aber ob es deinem Text gut, musst du mit dir selbst ausmachen.

Meine Texte sollen an den Stil des 17. Jahrhunderts erinnern, einen gewissen Goethe-Touch bekommen.
Goethe hat im 18./19. Jahrhundert geschrieben.

Ob mir das gelingt, müssen Andere beurteilen.
Nein, hat nicht ganz gereicht.
 
Danke Schmuddelkind für Deine Meinung.

Mit dem 17. Jahrhundert habe ich mich etwas vertan.
Wenn ich schreibe: "Der Mensch befindet sich.........", klingt mir das zu normal und langweilig.
Wenn ich schreibe: "Der Mensch sich befindet.........", klingt das für mich aussergewöhnlich und interessant.
Bei den Bildern von Salvatore Dali könnte man sagen: "Völlig Gaga". Ich finde sie "Sensationell".
So gehen Meinungen auseinander.
Ich respektiere Deine Ansicht, werde jedoch bei meinem Schreibstil bleiben.

Liebe Grüße,
Andy
 
  • Andreas Wolfgang Vögele
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