Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Geflüchtet aus der Heimat, am Neujahrstag gedichtet von Cui Tu (* 854)

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • R
    letzte Antwort
  • 2
    Antworten
  • 27
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Geflüchtet aus der Heimat, am Neujahrstag Cui Tu (* 854)

迢遞三巴路 羈危萬里身.
亂山殘雪夜 孤獨異鄕人.
漸與骨肉遠 轉於僮僕親.
那堪止漂泊 明日歲華新.

Noch lang ist er / der Weg in Sicherheit
Gefahrenvoll / für mich, der weit gereist.
Die Pässe viel / gehindert nachts durch Schnee
Vereinsamt ich / verloren und verwaist.
Fern mehr und mehr / vom eignen Fleisch und Blut
Mir mehr vertraut / der Knecht der mit mir speist.
Es schmerzt mich sehr / die ganze Wanderschaft
Ich frag‘ mich was / das Neue Jahr verheißt.

Über den chinesischen Dichter aus der Tang-Zeit Cui Tu wissen wir wenig, nur dass er 854 geboren wurde. Die Hochkultur der Tang-Dynastie brach im Jahr 907 zusammen. Vorher gab es schon eine Kriegszeit (874–884), der zur Plünderung beider Hauptstädte Chang'an und Luoyang führte. Cui Tu floh möglicherweise um sein Leben in die relative Sicherheit des bergigen Sichuan. Das chinesische Neujahrsfest findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende. Auch heute noch werden in Asien die ersten 3 Tage des neuen Jahres als Zeichen für das ganze kommende Jahr betrachtet.
 
Hallo Rudolf Fritz-Roessle,
danke für den Kommentar. Für solche Informationen sind wir alle maßgeblich auf die großen Männer und Frauen aller Nationalitäten angewiesen, die dieses Wissen zusammengetragen haben. Ich erinnere mich an meine ersten Versuche, klassisches Japanisch zu übersetzen. Mein Lehrer wies mich einmal auf Abkürzungen im Wörterbuch hin, das ich benutzte, und dann merkte ich, dass unsere heutigen Wörterbücher auf portugiesischen Wörterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts basieren! Erstaunlich und demütigend! Sogar in japanischen Wörterbüchern werden diese alten ausländischen Quellen zitiert. Alles Arbeiten der Jesuiten.
 
  • R
    letzte Antwort
  • 2
    Antworten
  • 27
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Unbeantwortete Themen von ranranshi

Zufällige Themen

Themen Besucher

Zurück
Oben