Aktuelles
Gedichte lesen und kostenlos veröffentlichen auf Poeten.de

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Hader

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Anaximandala
    letzte Antwort
  • 2
    Antworten
  • 116
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Mahlerische Klanggebilde
wollen sich im Spiel entfalten
und sich bis in die Gefilde
tiefer Dissonanz gestalten.

Maimonidisch kongruente
Logik, präzisionsgeleitet:
unbeirrte, konsequente
Leidenschaft, die mit sich streitet.

Dostojewskisch abgrundvolle
Tiefe musste sich durchleiden,
in Inquisitorenrolle
Jesus in die Wüste treiben.

Diogenisch deduzieren
und die Konvention zerbrechen:
Öffentliches Masturbieren,
ungewollte Wahrheit sprechen.


Und hier steh ich, bin am Hadern,
will von Herzen stürmisch drängen –
scheitern, wachsen, ausprobieren,
mich nicht in der Form verlieren,
filigrane Muster weben.
Möchte Meisterschaft erstreben.
Widerspruch durchströmt die Adern,
heimatlos bin ich im Herzen.

Dionysisch süße Qualen
hüllen mich in ihren Schleier.
Sehnsuchtsvolle Leidenschaft
lodert mir im Herz wie Feuer –
ungezähmte, wilde Kraft
geht im Bau von Kathedralen
doch zu Grund. Apollon lacht.
 
Hallo @Guenk,

ich hoffe du verstehst Spaß?!

Nein.

Äh nein, alles ok 😃

Zuerst dachte ich, in deinem Werk geht’s um Masturbation in der Wüste…speziell in einsamen Nächten oder so…

Masturbation in der Wüste ist nicht das Thema. Vielmehr geht es um den Weg dorthin und natürlich die Herausforderung so trocken.

Aber das als Meisterschaft?

Kommt darauf an ... immerhin wäre man der Meisterwichser 😃

Nein, vermutlich nicht. Aber der Frage fehlt vielleicht noch die abschließende Klärung.


PS: Hab’s wirklich nicht so ganz verstanden

Alles in Ordnung 😊

Ich würde sagen der Kern ist die Gegensätzlichkeit und das Ringen um die eigene Position zwischen (zwei) Polen, aber es geht um Identität, darum, (seine) Fragen zufriedenstellend zu klären.

Die ersten vier Strophen würde ich im Kontext lebensphilosophisch sehen. 4 große Namen, jeder ist durch einen existenziellen Aspekt seines Schaffens beschrieben. Sie kommen aus verschiedenen Traditionen der Kunst, schließen sich aber durch das, wofür sie hier stehen, teils gegenseitig aus.
Es geht um die Frage der "philosophischen Richtung", der bewussten Bewegung.

Die zweite Strophe versucht, sich zwischen Freiheit (sogar naiv und dumm zu sein) und Form(ellem Anspruch, Perfektionsstreben) sucht, zu verorten. Bzw. sie drückt die Auseinandersetzung damit aus sich nicht zufriedenstellend Begründet klar verorten zu können.

Die dritte Strophe betrachtet das "Wesen" zwischen sinnlicher Leidenschaft – Dionysios, und strenger Klarheit (der Kreativität/ des Schaffens) – Apoll.

Die erste Hälfte setzt vier große Vorbilder die ihren Weg gemacht haben, in der zweite Hälfte geht der Blick aufs Selbst, den Versuch sich zu verorten und das Scheitern am Anspruch, den die ersten Strophen gesetzt haben.

Ich hoffe ich konnte dir dsmit ein wenig helfen 😊

Viele Grüße
Delf
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Anaximandala
    letzte Antwort
  • 2
    Antworten
  • 116
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Unbeantwortete Themen von Anaximandala

Aktive Themen von Anaximandala

Zurück
Oben