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Feedback jeder Art HEXENVERBRENNUNG

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  • Andreas Wolfgang Vögele
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HEXENVERBRENNUNG

In einer hellen Vollmondnacht
die Menschenmenge zieht von dennen
um auf dem Hügel vor der Stadt
einen Menschen zu verbrennen

Man hat einen Sündenbock gesucht
und es war der Kirche klar
alle Sünden IHR verbucht
IHR Verbrechen war ihr rotes Haar

SIE war bewandert in Natur und Heil
Man sprach IHR magisch Kräfte zu
Doch nur Jesus Kräfte haben darf
SIE war ausgemacht als Hex´ im Nu

Nun führt man SIE an Kett´ und Fessel
auf den Hügel hoch hinauf
die Flammen werden SIE verzehren
übrig bleibet Asch´ zuhauf

SIE schreit und jammert
wimmert fleht
„Werft mich nicht hinein ins Feuer
Jeder Mensch sein Schicksal sät“

„Des Deines ist es zu verbrennen
Du mit Satan bist im Bund“
Ruft der Pastor voller Inbrunst
„Gekommen ist nun Deine Stund“

Man stellt SIE auf den Scheiterhaufen
Festgebunden an ein Kreuz
Entfacht das Feuer zu ihren Füssen
Der Pastor ruft: „Gott lässt grüßen“
Und unter herzzerreiß´ Geschrei
IHRE Haut zerschmilzt zu Brei

Als die Menge ist befriedigt
will zurückzieh´n in die Stadt
der Pastor stolpert, schwankt, sich hält
versucht sich irgendwie zu stützen
doch das sollt´ ihm nichts mehr nützen
voller Wucht ins Feuer fällt

In dieser Nacht zwei Menschen brennen
Unter Höllenqualen sterben
EINE wird in´ Himmel fahren
der AND´RE in der Höll´ verderben

Andreas Wolfgang Vögele
 
Hallo Andreas!

Das Gedicht "Hexenverbrennung" ist, meines Erachtens, eine moralische und erzählerische Anklage gegen religiösen Fanatismus und Patriarchat [Gewalt]. Ich sehe hier ne klare Opfer-Täter-Dynamik. Dein Gedicht hat überwiegend Paarreime. Die Bilder sind eher klar, direkt, ohne metaphorische Darstellung. Das macht Dein Gedicht zugänglicher und emotional intensiver.
Was die moralische Darstellung betrifft:
- Der Pastor ist anscheinend korrupt,
- Die Frau ist unschuldig usw
.

Ist dein Gedicht ein Moralapostel, Andreas?

Grüße
Dawid A.
 
Lieber Dawid A.

Ich bin ein Gegner jeglichen religiösen Fanatismus.
Was die katholische Kirche im Namen der Liebe alles für Verbrechen begangen hat, ist zutiefst unchristlich.
Kreuzzüge, Menschen verbrannt, Sexueller Missbrauch von Kindern, usw...........
Auch die falsche Auslegung des Islam macht aus Mohammed´s "Heiligem Krieg", der in Wahrheit ein innerer Krieg ist (Überwindung des Ego), einen Krieg gegen Andersgläubige.
Bei den radikalen Zeugen Jehovas und Mormonen, kann man beobachten, dass diese eigentlich ständig vom "Teufel" reden.
Wenn man etwas übertreibt bis zu seinem äussersten Extrem, so verkehrt sich ein Pol in seinen Gegenpol.
Ich spreche aus Erfahrung, denn durch meine absolute Verdrängung meiner Schüchternheit und Kleinheit wurde ich paranoid Grössenwahnsinnig.

Liebe Grüße,
Andy
 
Lieber Dawid A.

Ich bin ein Gegner jeglichen religiösen Fanatismus.
Was die katholische Kirche im Namen der Liebe alles für Verbrechen begangen hat, ist zutiefst unchristlich.
Kreuzzüge, Menschen verbrannt, Sexueller Missbrauch von Kindern, usw...........
Auch die falsche Auslegung des Islam macht aus Mohammed´s "Heiligem Krieg", der in Wahrheit ein innerer Krieg ist (Überwindung des Ego), einen Krieg gegen Andersgläubige.
Bei den radikalen Zeugen Jehovas und Mormonen, kann man beobachten, dass diese eigentlich ständig vom "Teufel" reden.
Wenn man etwas übertreibt bis zu seinem äussersten Extrem, so verkehrt sich ein Pol in seinen Gegenpol.
Ich spreche aus Erfahrung, denn durch meine absolute Verdrängung meiner Schüchternheit und Kleinheit wurde ich paranoid Grössenwahnsinnig.

Liebe Grüße,
Andy
Hi! Hm ... Ich denke mal, vielleicht ist Skepsis deshalb gesünder als Glaube ... Wer ständig sicher ist, läuft Gefahr, irgendwann seine eigene Realität zu verlieren. Glaubst du, Andreas, vielleicht, dass Menschen gerade dann besonders anfällig für Ideologien werden, wenn sie versuchen, ihre eigenen inneren Schwächen oder Ängste zu verdrängen? Was hältst du davon? Gruß von Dawid A.
 
Lieber Dawid A.

Genau so ist es.
Die Blindheit für die eigenen Schwächen und Fehler machen anfällig für Ideologien.
Man "bekämpft" sein Unbewusstes im Aussen.
Im esoterischen Weltbild (keine Angst, ich will Dich nicht überzeugen) wird die Aussenwelt als Spiegel der Innenwelt verstanden.
In meinem Gedicht: "DER TEUFEL" schreibe ich:

"Das was Dich an Andern stört
ist Dein Inn´res, das sich kehrt
von der Innenwelt nach Aussen
und Du glaubst, es wäre Draussen"

Liebe Grüße
 
  • Andreas Wolfgang Vögele
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