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Feedback jeder Art *Ich bin zu spät*

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Teil 4/8
Ich bin zu spät

Ich beeilte mich.
Es bedeutete mir so viel.
Doch immer wieder blockierte mich etwas außerhalb meiner Macht.
So legte ich noch mehr Kraft, noch mehr Tempo hinein.
Alles, um diesen einen Moment zu erhaschen,
der mich vollständig belebt.
Ein Taumel.
Viel zu kurz –
aber sich ausdehnt wie die Unendlichkeit.
Aber ich war zu spät.
Der Moment war schon weg.
Mein Funke voller Hoffnung.
Weg.
Kein kleiner Schwebeflug.
Nicht einmal das blieb mir.

Wieso ist so viel immer noch zu wenig?
In mir stieg das erste Mal die Wut so hoch,
dass meine Gedanken es aussprachen.
Direkt. Ohne Umwege:

„Fuck you, Universum!“

Und als die Worte fielen,
huschte der Moment heraus:
verträumt,
schön,
unwissend.
Und ich flog wieder ein kleines bisschen.
Der Moment lief weiter.
Ich richtete meine Augen zum Universum:
„Entschuldigung!“
Meine Ungeduld ärgerte mich.
Ich setzte mich zurück in meine Routine.
Die Szene wiederholte sich in mir-
mein vorschnelles Urteil.
Ich musste schmunzeln darüber –
sogar kurz auflachen.
Und plötzlich durchzog mich so ein Toben.
Als würde das Kind in mir wütend Gegenstände durch den Raum schmeißen.
Wild um sich schlagen.
Ich musste aufstehen, um
das Gefühl loszuwerden.
Mich wieder einfangen.
Es ging einfach nicht.
Und meine Tränen besiegelten
den verlorenen Kampf.
Ich konnte nicht aufhören.
„Warum ist mir das so wichtig?“
Ich atmete tief ein
und etwas in mir schaute mich anklagend an und sagte eindringlich:

„Merk dir dieses Gefühl!“

Beim nächsten Mal war ich vorbereitet.
Der Moment war wieder nicht da.
Schon weg.
Ich atmete aus – und akzeptierte.
Ließ all das Glück der Welt für einen Moment ziehen.
„Ich brauch das nicht immer!“
Und genau da lief der Moment wieder herein,
weil er etwas vergessen hatte.
Ich lächelte …
und das Universum zwinkerte mir zu.
 
  • Stephie D.
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