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Feedback jeder Art Nachtmarkt

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  • Driekes
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Die Form dieses Gedichts ist lose von der Rhythmik singhalesischer Kavi-Dichtung inspiriert.
Im Deutschen erscheint sie hier als knappe Vierzeilenbewegung von 4–8–8–4,
hörend angenähert, nicht streng nachgebildet.



Dunkle Gassen
Ölrauch hängt still im Lampenschein
Ein Händler schenkt den süßen Tee
mit müder Hand

Schwarze Pfannen
Curryduft steigt an Mauern hoch
Ein Tuk-Tuk streift den Markt im Lärm
fährt ins Dunkel

Salz in der Luft
Limetten glänzen feucht im Korb
Betel ruht still auf dunklem Holz
im warmen Licht

Der leise Markt
Die Glocke klingt durch Wind und Salz
Ein Hund schläft still am leeren Stand
die Nacht bleibt wach

1774059432922.png




Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
 
Hey und guten Morgen
Schön eingefangen und viel Fernweh getriggered. Die Illustration hat da fast schon wieder die Fantasie gebremst, die die Zeilen auf den Weg gebracht haben.
Schönes Wochenende, T.
 
Moin @Tanqueray ,

danke dir – das mit dem Fernweh freut mich natürlich besonders.
Und ja, den Gedanken zur Illustration kann ich gut nachvollziehen:
Bilder nehmen der Fantasie manchmal auch wieder etwas von ihrem eigenen Spielraum.

Schönes Wochenende dir auch.
LG Driekes
 
Hallo Driekes,

eine schöne Kombination aus nüchternen Betrachtungen und metaphorischer Tiefe in den jeweils letzten Sätzen der Abschnitte.
Das KI-Bild braucht es meiner Meinung gar nicht, der Text lebt im Gedankennebel der Leserschaft und die Szenen erhalten, gerade durch ihre unfestigkeit ihre Tiefe, dann man ohne vorgegebenes Bild, seine eigenen Erinnerungen absuchen muss, und wo Erinnerung, da Emotion.

LG JC
 
Moin JC,

danke dir für deine differenzierte Rückmeldung –
gerade das mit dem „Gedankennebel“ kann ich gut nachvollziehen.

Das Bild ist für mich eher ein spielerischer Zugang zum Text,
weniger als Festlegung gedacht – ich baue es einfach gern mit.

Und ja, die Form ist tatsächlich bewusst so angelegt,
dass sie sich ein wenig wie Wellen bewegt.

LG
Driekes
 
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